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werden. Wenn der Knabe nicht ſchon vorher die Luſt zum Sammeln hatte, wenn er nicht ſchon deſſen Mühe erfahren und Süßigkeit gekoſtet hat: ſo wird er durch ein ſolches Geſchenk, das ihm ohne ſeine Mühe fertig zugekommen iſt, nicht leicht dazu bewogen werden.
Schnecken und Muſcheln, oder vielmehr deren Gehäuſe, ſogenannte Konchylien, zu ſammeln, dazu wäre ein Meeresſtrand ein recht geeigneter Ort, namentlich ein ſolcher, an dem, wie es an der Nordſee mehr als an der Oſtſee der Fall iſt, eine kräftige Flut immer Neues auf den Sand wirft, das dann, iſt ſie zurückgetreten, eine leichte Beute wird. Hier iſt das Erlangen leichter als bei den Schmetterlingen, die mit Gewandtheit und ſchnellem Griffe erjagt werden müſſen; doch fehlt es auch hierbei nicht an Ueberwindung von manchen Schwierigkeiten. Und das Be⸗ ſtimmen der Gattungen und Arten iſt ebenſo⸗ übend als dort. Unſere Gegend iſt nicht ſo reich an mannichfaltigen Arten dieſer Thiere; aber doch gibt ſie dem jugendlichen Sammler Stoff zu mancher Thätigkeit. Schon der Flußkies bietet, außer der gewöhnlichen Flußmuſchel und den Neritinen, noch einige andere Arten; von den ſehr häufigen Wald⸗ und Gartenſchnecken mögen dem Anfänger einſtweilen die Varie⸗ täten— gelb oder roth, ohne braune Streifen oder mit einem oder mit mehreren ſolchen— als verſchiedene Arten gelten. Wer angefangen hat, ein aufmerkſames Auge auf ſolche Thiere zu richten, wird bald noch andere Arten von Schnirkelſchnecken entdecken, auch Pupen und Clauſilien; eine neue Ernte geben die Sumpfgewäſſer, wie der Metzgerbruch. Gelegenheit zu manchen Wahrnehmungen auch an den lebenden Thieren kann benutzt werden; der Sammker nimmt vielleicht manche mit nach Hauſe und beobachtet die einfachen Er⸗ ſcheinungen ihres Lebens. Und ſcheint ſeine Sammlung


