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den er an einem Dämmerungsfalter gemacht, ſich die Lehre gezogen hat, man dürfe auch Menſchen, wolle man nicht die Entfaltung ihrer Kraft hemmen, nicht allzuviel helfen,— und der als Mann dieſe Lehre noch bis zum heutigen Tage befolgt. Das Schmetterlingſammeln hat, neben ſeiner aller⸗ dings nicht abzuleugnenden Schattenſeite, doch ſehr viel Bildendes, wenn es in rechter Weiſe geſchieht. Es ſollte nur ſolchen Knaben geradezu verboten werden, die darüber ihre Pflichten verſäumen, oder ſolchen, die die Raupen nicht gehörig warten und die Schmetterlinge nicht gehörig zu⸗ richten. Es wird heutzutage, ſcheint mir, in unſerer Stadt weniger betrieben als vor dreißig oder vierzig Jahren. Woher kommt das? Zum Theil wohl daher, weil die Stadt ſich ſo ſehr erweitert hat, daß jetzt an vielen Orten Häuſer ſtehen, wo ſonſt Raupen geſucht und Schmetterlinge gefangen wer⸗ den konnten. Zum Theil vielleicht daher, weil in neuerer Zeit auf das dritte Naturreich, das damals von Knaben wenig beachtet wurde, mit Recht viel mehr geſehen wird. Vielleicht anch weil die heutige Jugend mehr als die damalige die damit verbundene Mühe und Sorge ſcheut. Wenigſtens iſt mir dieſe Vermuthung geäußert worden. Sollte ſie wirk⸗ lich gegründet ſein?
Beim Sammeln von Käfern fällt das Ziehen der Thiere aus Larven und ſomit die eingehendere Beobachtung derſelben in den einzelnen Lebenszuſtänden meiſt weg; im übrigen bietet es ähnliche gute Uebung in Gewandtheit und Ertragen von Mühen wie das Schmetterlingſammeln, macht ebenſo vertraut mit der Natur, fördert ebenſo die Kunſt des Beobachtens, kann ebenſo Veranlaſſung zum Selbſtbeſtimmen und ſomit zu einer ernſten, faſt wiſſenſchaftlichen Thätigkeit geben. Das Tödten der meiſten Käfer geht— mitteelſt
Spiritus— faſt noch leichter als das der Schmetterlinge 2*


