Aufsatz 
Über die Benutzung der Freizeit zur Anlegung und Pflege von Sammlungen
Entstehung
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In einen Garten iſt Kies gefahren worden; das Kind findet in dieſem ein Müſchelchen, das ihm gefällt, und noch eines. Es ſucht deren, ſo viele es bekommen kann, und thut ſie in ein Büchschen. Anfangs bringt jeder Tag eine Vermehrung der kleinen Sammlung. Aber das Kind will dieſe Müſchelchen nicht bloß beſitzen, es will auch etwas mit ihnen machen. Und das wollen ja überhaupt die Kinder mit ihren Spiel⸗ ſachen. Sie ſind, ſcheints, von Natur gar nicht ſo habſüchtig; aber benutzen oder handhaben wollen ſie, was ſie beſitzen. Und da werden denn nun die Müſchelchen aus dem Büchschen herausgenommen, es werden Figuren damit gelegt, und ſie kommen ganz von ſelbſt auf manches, das von Fröbels Anhängern gelehrt wird; und wenn ſie von ſelbſt darauf verfallen, ſo iſt das für ſie noch mehr werth, als wenn es ihnen gezeigt worden iſt. Doch nehmen ſie es dankbar an, wenn der Erwachſene eine ſchöne Figur legt, und ſuchen dieſe nachzuahmen. Ein andermal wird der Vorrath geordnet, etwa die großen auf die eine, die kleinen auf die andere Seite; ſtatt der großen und kleinen etwa auch einmal die runden und die ſpitzen, die weißen und die bunten. So üben ſie ſich im Erkennen dieſer einfachen Kategorien. Aber am Ende wird alles wieder zuſammen ungeordnet in ſeinen Behälter gethan; denn der Zweck der Thätigkeit war ja nicht der dauernde Erfolg, ſondern die Thätigkeit ſelbſt. Anfänger im Zählen üben auch dieſe Kunſt an ihren Schätzen. Wieder einmal müſſen, bei einem kleinen Knaben, die Müſchelchen Soldaten vorſtellen und einander eine Schlacht liefern. So wiſſen die Kleinen vielerlei mit dieſen kleinen Sächelchen zu machen. Aber die Liebhaberei dauert gewöhnlich nicht lange. Mit einer andern Jahrszeit kommen andere Anſchauungen, andere Genüſſe, andere Neigungen; was noch vor wenigen Wochen ſtundenlange Beſchäftigung gewährte,