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liegt nun unbeachtet in einem Winkel oder wird gar weg⸗ geworfen. Es hat vorerſt ſeinen Zweck erfüllt. Iſt nun die Sammlung darum, weil ſie nicht mehr vorhanden, ver⸗ geblich geweſen? Nein!
Am ufer der Nahe, in der Gegend von Kreuznach, habe ich wohl gefunden, daß bunte Steinchen, wie ſie der Fluß aus der achatreichen Gegend von Oberſtein herab⸗ ſchwemmt, die Müſchelchen erſetzen. Siehſt du, wie ein Kind ſolche ſammelt, dann hilf ihm nicht zu viel! Was es ſelbſt entdeckt und aufgeleſen, hat in ſeinen Augen— und auch in der That— den größten Werth. Aber wenn es ein Plätzchen ausgebeutet hat und noch nicht ſatt iſt von dieſem Genuſſe, ſo magſt du es an einen andern Ort führen, wo es ſeinen Reichthum vermehren kann.
Ebenſo werden, wo Gelegenheit dazu ſich bietet, Feder⸗ chen von Vögeln, Eicheln— beſonders werthvoll, wenn ſie noch in dem Näpfchen feſtſitzen—, bunte Bohnen, Stücke farbigen Papiers, Bildchen und anderes geſammelt. All dies hat ſo lange ſeinen Werth, als etwas damit gemacht werden kann.
Dies ſind nun ſo die erſten Anfänge des Sammelns. Bei manchem Kinde findet ſich mehr, bei einem andern weniger Sammelgeiſt. Beiſpiel, etwa älterer Geſchwiſter, hat oft große Wirkung. Das Sammeln zu befehlen, wird wohl keinem Erzieher ſolcher kleinen Kinder einfallen; befördern mag man es, denn es verbindet ſich damit gar manche Thätigkeit, die zur Entfaltung der Kräfte des Geiſtes und Körpers beiträgt.
Von welcher Art ſind nun die Sammlungen, welche 'im ſpäteren, im eigentlichen Knabenalter, angelegt werden? Ihre Gegenſtände gehören zum Theil der Natur an, zum Theil ſind es Kunſterzeugniſſe. Von jenen nennen wir:


