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ſprächen, grundſätzlich recht hätten, ſo müſſe man doch den Knaben, eben weil ſie die Freiheit nicht zu benutzen ver⸗ ſtünden, ihre freie Zeit möglichſt beſchränken; nur müſſe man, ſo wird von dieſer Seite mit Hinblick auf die Worte jener Aerzte wohl zugeſetzt, ſie unter ſtrenger Aufſicht nicht bloß zu geiſtiger, ſondern auch zu korperlicher Thätigkeit und Anſtrengung anhalten.
Schade, daß ſolche Stimmen laut werden; ſie ſcheinen kein gutes Zeugniß für den Sinn der heutigen Jugend ab⸗ zulegen. Aber ſind ſie auch wirklich gegründet? Iſt gerade unſere jetzige Jugend geiſtig ſo arm und ſittlich ſo ſchwach? Iſt ſie das mehr als die Jugend früherer Zeiten? Nun, es wäre allerdings ein würdiger Stoff der Unterſuchung, zu ſehen, ob und wie gerade unſere jetzigen hieſigen Zuſtände das kräftige, tüchtige Emporwachſen der Jugend erſchweren; für jetzt wollen wir dieſe Frage unerörtert laſſen.
Doch können wir nicht umhin, obige Aeußerungen wenigſtens zum. Theil auf Rechnung jener Eigenſchaft des höheren Alters zu ſchreiben, in deren Folge die frühere Zeit, die eigene Jugendzeit, ſonnig beleuchtet geſehen wird, von der Gegenwart aber mit Vorliebe die dunkeln Schatten bemerkt werden; und ich möchte diejenigen, welche der heutigen Jugend ſo wenig Zutrauen ſchenken, wohl auf⸗ fordern, ſich ſo klar und unbefangen als möglich ihre eigene Jugend ins Gedächtniß zurückzurufen. Sie würden da viel⸗ leicht manchen Knabenſtreich verzeichnet finden, daneben aber wohl auch manches redliche Streben, das ihnen nicht geboten war, ſondern aus ihrem freien Willen hervorging. Warum ſollte die heutige Jugend anders geartet ſein?— Doch wir wollen, wie geſagt, dieſe Frage jetzt auf ſich beruhen laſſen.
Wäre aber auch jener Vorwurf vollkommen gegründet, ſo gäbe uns dies noch keine Berechtigung, der Jugend die


