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in unſerer Stadt Herr Dr. G. Paſſavant 1863), die heutige Jugend habe zu wenig freie Zeit, und dies hindere ihre körperliche Ausbildung und ſomit die kräftige Entwicke⸗ lung ihres ganzen Weſens. Dies mag unter Umſtänden gegründet ſein; bei dem Theile der Jugend, mit welchem meine Kollegen und mich unſer Beruf zuſammenführt, iſt es im allgemeinen nicht der Fall; und ich könnte jeden⸗ Arzt einladen, ſich auf das uns angewieſene Arbeitsfeld zu be⸗ geben, und zu ſehen, ob da wirklich(vgl. den Aufſatz des Herrn Dr. G. Paſſavant in der Didaskalia von 1863 No. 33 bis 39)„häufig“ Kinder, nachdem ſie eine Zeitlang die Schule beſucht,„allmälig ihr geſundes Ausſehen ver⸗ lieren, blaß und elend ausſehend werden, mit mattem Auge, mit einer Schlaffheit in ihrem ganzen Weſen,“— und zu prüfen, ob da, wo ſich ſolche Erſcheinungen finden, in der That an der Schule und an ihren Einrichtungen die Schuld liegt.— Doch dies nur beiläufig.
Ganz im Gegenſatze hiermit klagen wohl Eltern, ihre Kinder hätten zu viele freie Stunden, ſie wüß⸗ ten dieſe gar nicht ordentlich auszufüllen; ſo ſei es während der Schulzeit, und ſo beſonders in den Ferien.„Ferien!“ ſo ſeufzen manche;„da wiſſen die Jungen gar nicht, was ſie anfangen ſollen vor Langerweile; ſie verfallen auf lauter Unnützes; man hat nur immer zu wehren und zu ſtrafen. Wenn denn doch Ferien ſein müſſen, ſo ſollten die Lehrer den Schülern ſo viel Arbeit aufgeben, daß keine Zeit zu Anderm übrig bleibt, denn ſie wiſſen ja doch ihre Zeit nicht recht zu benutzen.“
Und ſelbſt mancher Pädagog ſtimmt bei, und ſagt, unſere heutige Jugend wiſſe nichts mit ihrer freien Zeit an⸗ zufangen; und wenn auch die Aerzte, die gegen die Ueber⸗ bürdung der Jugend mit Schulſtunden und Schularbeiten


