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lich ſogar in der platoniſchen Dialektik*). Ariſtoteles erwähnt ausdrücklich als die wichtigſten Merkmale des Schönen: Ordnung(xdειε)‚ Ebenmaß(να⁴αεα), Begrenzun g(Gα³ωαο), von denen das letzte auch die Einheit begreift. Dazu kommt noch die Größe(αεεꝓννε△ εος), gewiſſermaßen das nothwendige ſubjective Regulativ zu den drei genannten objectiven Normen. In dieſen vier Momenten iſt aber zugleich auf die Grundgeſetze alles künſtleriſchen Schaffens hingewieſen und wenn auch heutzutage in den ariſtoteliſchen Schriften ſich keine zuſammenhängende Begründung derſelben findet, ſo feblt es doch nicht an vereinzelten Aeußerungen, welche ihre faſt unbedingte Geltung mit Sicherheit erkennen laſſen.**) Nur diejenige Thätigkeit verdient demnach den Namen einer ſchönen Kunſt, die einen rohen Stoff nach den Geſichtspuncten der inneren Zuſammengehörigkeit und Folgerichtigkeit, der ſymmetriſchen Gliederung, der Ganzheit und Einheitlichkeit und einer angemeſſenen Größe formt. Nur ſo vermag man ein ächtes Kunſt⸗ werk hervorzubringen, d. h. ein ſolches, das von einer beſtimmten Idee beſeelt erſcheint und bei dem ſich nichts zufügen, nichts wegnehmen läßt,***) kurz ein ſolches, das den Anblick eines organiſchen Weſens, eines C000„ 9„ 510»„ gewährt. Und nur dann, wenn der Künſtler dieſe Bedingungen der Schönheit ſtreng einhält, vermag er, was allein ihm Anerkennung verſchafft, das Schönſte darzuſtellen.†) Sorgfalt und Genauigkeit in dieſem wie in andern Punkten be⸗ fähigen ihn vor allem, die höchſte Tüchtigkeit in ſeinem Fache zu erreichen. † †)
Bei dieſer ganzen Auffaſſungsweiſe iſt es aber unvermeidlich, daß z. B. für die dichteriſche Thätigkeit der Schwerpunkt in die Geſtaltung und Ausprägung des Stoffes gelegt wird. Und in der That verſäumt Ariſtoteles keine Gelegenbeit, um die Wichtigkeit dieſer Forderung auf’s nachdrücklichſte hervorzuheben. †††) Nicht das bunte Geflimmer und Geflunker mit geiſtreichen und
*) Trendelenburg a. a. O. S. 326 ff.
**) Metaphyſ. XIII. 3. 1078 a. 36.— Problem. XVIII. 9. 917 b. 8— 12.— Problem. V. 25 =— XXX. 4) 883. b. 6.— Polit. VII. 4. 1326 a. 29— 38.— Metaphyſ. XII. 10. 1075 a. 11— 19.— Ebendaſ. VI. 12. 1038 a. 33.— Rhetor. III. 1. 1403 b. 8. u. c. 13 ff.— Phyſ. I. 5. 188 b. 15— 20.— Ebend. VIII. 1. 252 a 11.— Problem. XIX. 38.— Metaph. XII. 4. 1070 b. 29— Poet. c. 7. (ſ. unten).— Top. III. 7. 116 b. 20.— Polit. V. 2. 1302 b. 33.— De anim. gener. IV. 2. 767 a. 16.— Polit. VII. 4. 1325 b. 35— 38.— Ebend. V. S. 1308 b. 10(wgl. 1— 6).— Ebend. III. 13. 1284 b. 7— 13.— Problem. XVII. 1.— Problem. V. 22.— Polit. V. 9. 1309 b. 23.— Vergl. Eth. Nikom. II. 2. 1104 a. 11. Eth. Meg. I. 5. 1185. b. 13 u. II. 11. 1210 a. 21. Poet. c. 7. 1450 b. 34— 1451 a. 6.— Eth. Nikom. IV. 7. 1123. b. 6.— Polit. VII. 4. 1326 a. 16— 21.— Ebe nd. b. 22.— Ebend. 1326 a. 34— b. 12.— Von der Zahl der Freunde Eth. Nikom. IX. 10. 1170. b. 33.
„am) Eth. Nikom. II. 5. 1106. b 9—16.— Poet. c. 8. 1451 a. 33.— Vergl. c. 23.— Metaph. IV. 26. 1023 b. 26— 36.— Poet. c. 23. 1459 a 15— 29.— Vergl. Platon Phaidr. 264 b. lunten S. 19 Anm.***]
†) So z. B. der Maler Eth. meg. I. 19. 1190. a. 28— 33.
†r) Eth. Nikom. VI. 7. 1141 a 9— 12. cf. c. 5. 1140 b. 21.— I. 1. 1094 a 1.— c. 6. 1097 b. 25.
Ttt) Poet. c. 6. 1450 a. 15— 25.— c. 7. 1450 b. 21— 23.— c. 9. 1451 b. 27.— c. 14. 1453. b. 1. — e. 7. 1450 b. 16.— c. 24. 1460 a. 26— 34. cf. c. 19. 1456 b. 2.— c. 25. 1460 b. 22.— c. 16. 1454 b. 6.— c. 18. 1456 a. 24.[Analyt. pr. II. e. 27. 70 a.— Anal. post. II. c. 12.— Phys. II. c. 5. 196 b. 10.— De interpr. c. 9. 18 b. 16.]— c. 14. 1453 b. 22.[Pol. VII. 4. 1325 b. 40— 1326 a. 51.


