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mentargrammatik— leichte für die ersten Anfänger berechnete Aufgaben über avoir und étre, die vier regelmäs- sigen Conjugationen, über den bestimmten und über den sogenannten Theilungs-Artikel, über die Geschlechtsverän- derung und Bildung der Mehrzahl, über die Steigerung und Uebereinstimmung des Adj. mit dem Subst., über das Zahlwort, über die verschiedenen Pronomina, wie dergleichen Aufgaben in Wolfart's franz. Elementar-Lesebuche sich finden, auch von Haas, Schmitz u. A. m. gegeben worden sind.
II. Thédtre Frangais.
Der zweite Abschnitt enthält franz. Theaterstücke, unter denen der Lehrer eine den verschiedenen Bildungs- stufen entsprechende Auswahl vorfindet, welche vom leichtesten Lustspiele ausgehend bis zum schwierigsten Trauerspiele aufsteigt. In diesem Abschnitt ist, was das französische Theater betrifft, für alle Classen des Gymna- siums gesorgt: die unteren Classen lesen die besten und leichtesten Lustspiele, z. B. Les Deux Billets; Le Bon Ménage; La Bonne Meère; Les Jumeaux de Bergame von Florian, oder ähnliche leichte und gefällige Lustspiele von anderen guten französischen Dramaturgen, während für Geübtere schwerere Piècen(z. B. Héro et Léandre von demselben Autor) gegeben sind; für die oberen Classen wird das Interessanteste von Eugeène Scribe ausgewählt, z. B. Avant, Pendant et Après; Prologue de Diogène par Félix Pyat; Athalie par Racine.
III. Etogduence.
Der dritte Abschnitt enthält Reden berühmter franz. Staatsmänner, gefeyerter Kanzelredner und Gelehrter, z. B. von Mirabeau, Thiers, Raymond de Sèze, Ancillon, Napoléon. Die in diesen Abschnitt aufge- nommenen Sachen entsprechen der Bildungsstufe der oberen Classen des Gymnasiums. Der Lehrer wird die nähere Auswahl der Lesestücke für die erste und zweite Classe leicht selbst treffen.
IV. MHistoëre ef Hiographies,
Der vierte Abschnitt enthält französische Geschichte, Biographien berühmter Franzosen. Die in diesen Abschnitt aufgenommenen Sachen von Ségur, Simonde de Sismondi, Thierry, Michaud, Capefigue, Millot, Ba- rante, Anquetil, Jay, Maréchal de Richelieu, Al. Dumas, Jacques Arago, Chaâteaubriand, Empis u. A. m. eignen sich, mit wenigen Ausnahmen, welche der Lehrer für die Secunda oder Prima des Gymnasiums zurücklässt, für die mitt- leren Classen des Gymnasiums.
V.
Contes et Woeevelles, Vograges et Fables.
Der fünfte Abschnitt enthält werthvolle Fabeln, Mährchen und Erzählungen, welche grösstentheils der Bildungsstufe der mittleren und nur theilweise der Bildungsstufe der oberen Classen des Gymnasiums ent- sprechen, von Bouilly, Barthélemy, Madame Achille Comte(Jean, anecdote de 1814, einem Originalbeitrage gleich zu achten), Delahaye(Francisco Pizarre et Christophe Colomb, einem Originalbeitrage gleich zu achten), Cour d' Assises de la Seine; Accusation de faux(1846); Police correctionelle de la Seine; Un Déjeùner pour quatre personnes; Garde Nationale de Paris; Voyage dans l'Afrique australe par M. Adolphe Delegorgue; Reisebeschreibungen von Chà- teaubriand; Le Pecheur et le Carrelet, légende(nach plattdeutschem Original bearbeitet); Fables choisies de Mr. de Florian et de Mr. de La Fontaine..
VI.
P o 6 e. Der sechste Abschnitt umfasst die französische Dichtkunst und enthält eine wohlerwogene, der deut- schen Jugend empfehlungswerthe Auswahl von Gedichten von Victor Hugo, Lamartine, Delavigne, Béran- ger u. A., welche sich für die Bildungsstufe der oberen Classen des Gymnasiums eignen.
VII. Précis de histoire de la Litératrere frangçaise.
Der siebente Abschnitt enthält einen kurzen Abriss der franz. Literaturgeschichte, nach den anerkannt besten Meistern bearbeitet, grösstentheils wörtliche Relation, unter fortlaufender Namhaftmachung aller Quellen, de- nen dieselbe entlehnt ist. Dieser Abschnitt hat den Zweck, die Schüler vor ihrem Abgange vom Gymnasium mit der Geschichte der franz. Literatur übersichtlich bekannt zu machen, was leider auf vielen Gymnasien, auf denen die franz. Sprache bisher sehr stiefmütterlich behandelt und mit wenigen dem Studium derselben überwiesenen Stun- den abgefertigt zu werden pflegte, während man für die lateinische und griechische Sprache nicht genug thun zu kön- nen meinte, bis auf den heutigen Tag wegen Mangel an Zeit ein pium desiderium ist. Wir erreichen daher


