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nach jener Weltgegend*). Cäſar läßt denſelben durch ganz Süddeutſchland und dann weiter nach Morgen bis zum ſüdöſtlichen Ende der Karpathen fortlaufen“). Die folgenden Schriftſteller des Alterthums, welche über die Bodensbeſchaffenheit u. ſ. w. des alten Deutſch⸗ lands Nachrichten mittheilen, ſcheinen bis zu Ptolemäus das ganze Hauptgebirge des mitt⸗ leren Deutſchlands, beſonders aber den Böhmer Wald, das Fichtelgebirge und Theile des Thüringer Waldes, unter dem vagen Namen des hercyniſchen Waldes zu begreifen’). Der orkyniſche Bergwald des Ptolemäus aber findet ſich in den jetzigen Sudeten und
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Eine Annotation zu Plinii hist. nat. XVI, 2.(Genevae 1631, fol.) ſagt: Melae Hercyniae silvae magnitudo sexaginta dierum itineris est. Ab Jstro usque ad Nec- carum Schwartzwaldt dicitur, a Neccaro ad Moenum Ottenwaldt; a Moeno usque ad fluvium Lonam, quem et Mosul(!) vocant prope Confluentiam, Wester- waldt(D) etc.
Ob dieſes Waldgebirge aber ſich nur im Norden der Donau, oder auch theilweiſe im Suden dieſes Stromes ausbreitet, dies läßt ſich mit völliger Zuverläſſigkeit und entſchiedener Gewißheit keineswegs beſtimmen. Die Meiſten verſetzen daſſelbe auf die Nordſeite des Fluſſes. Von den Vielen hier nur Wenige!— Risbeck, J. K., Ge⸗ ſchichte der Deutſchen, IJ. B. S. 14:„Der hercyniſche Wald, welcher ſich vom Urſprunge der Donau an längs dieſes Stromes hinab bis nach Dacien, und von da links bis in Sarmatien erſtreckte, hatte 9 Tagreiſen oder ungefahr 60 Stunden in der Breite, und 60 Tagreiſen oder beinahe 380 Stunden in der Lange. Der Schwarzwald, der Speſſart, der Thüringer und Bohmer Wald, die vielen Holzungen in Baiern, der Wiener Wald— wie kommt dieſer hierher? Br.— die ſchleſiſchen Waldungen u. a. m. ſind noch ſtarke Spuren von demſelben.,— Funke, C. P., neues Real⸗ Schullerxikon, II. Th. S. 843.„Cäſar läßt die Hercynia silva oder den Hercynius saltus vom heutigen Schwarzwalde an ſich über Franken, Thüringen, Böhmen und Ober⸗Ungarn verbreiten.“
Kohlrauſch, Fr., die deutſche Geſchichte, I. Abth. 3. Aufl.„Der große herey⸗ niſche Wald zog ſich von den Alpen nordwärts(*) 60 Tagreiſen weit hindurch, und von ihm ſind noch der Rheinwald, Schwarzwald, Odenwald, Weſterwald(2), Speſeart, Böhmer Wald, Thüringer Wald, das Fichtel⸗ und Erzgebirge, der Harz(2) und viele andere die Ueberbleibſel.“— Rotteck, K. v., allgemeine Geſchichte für denkende Geſchichtsfreunde, 5. Aufl. III. B. S. 132 u. f.:„Von den Quellen des Rheins bis an die pommerſche Küſte(2), 60 Tagreiſen lang und 9 Tagreiſen breit, din der hercyniſche Forſt. Der Schwarzwald, der Odenwald, Speſſart, Böhmer
ald, Thüringer Wald und viele andere gehörten zu demſelben.— Der Name iſt heute zu Tage nur noch dem Gebirge zwiſchen Böhmen und Mähren geblieben.“— Wie, das mahriſche Gebirge oder ein Theil deſſelben ſoll noch heute den Namen des bercyniſchen Waldes führen? Woher der ſel. v. R. dieſe Behauptung genommen, iſt uns unbekannt. Wir zweifeln aber ſehr, daß dieſſelbe gegründet iſt.— Und die Länge des hercyniſchen Bergwaldes ſoll von den Alpen oder den Quellen des Rheins nord⸗ wärts gehen, bis zu der Küſte von Pommern? Wie ſtimmt dies mit Cä ſar's Wor⸗ ten:„rectaque fluminis Danubii regione pertinet ad fines Dacorum et Anartium— parallel mit der Donau erſtreckt ſich derſelbe bis in das daciſche und anartiſche Gebiet“ — überein?
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