Aufsatz 
Der hercynische Wald der Alten / [von Joseph Braun, Rector]
Entstehung
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dem RieſengebirgeJ. So rückt unſer Waldgebirge, das hercyniſche, zwei⸗ mal, ſowohl durch Cäſar'n, als durch den eben genannten Geographen, weit nach Oſten, bis Suidas daſſelbe wieder an die Quellen des Iſters verſetzt.

So veränderten ſich im Laufe der Zeit die Vorſtellungen der Alten über die Lage, die Ausdehnung und Größe des hercyniſchen Waldes. Ob aber das Wort Hercynia ein Gattungsname ſei und überhaupt einen jeden Hochwald des alten Germaniens andeute und in wie fern daſſelbe mit dem altdeutſchen Worte Hart, Hard(Harz?) verwandt erſcheine, welches urſprünglich ebenfalls einen jeden Hoch⸗ und Bergwald bezeichnet ²⁰0) dieſes hier näher zu erörtern, kann um ſo weniger unſere Abſicht ſein, als dieſe bloß und ausſchließlich dahin ging, dem Leſer zu zeigen, in welchen Gegenden unſeres Vaterlandes die Alten den hercyniſchen Berg⸗ wald ſuchten und gefunden zu haben glaubten.

108) Schröckh, J. M., Geſchichte der Deutſchen. Neue Ausgabe. Frankfurt. S. 25: Ptolemäus findet ſeinen orkyniſchen Wald in Mähren und Ober⸗Ungarn.

109) Adelung, J. Chr., gramm.⸗krit. Wörterbuch der hochdeutſchen Mundart, 1 II. B. S. 987. 7