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jetzigen mähriſchen Gebirge zu ſuchen ſein. Vielleicht iſt's auch der Mann⸗ hartsberg im Lande unter der Ens.
g) Der Askiburgiſche Berg(20 AMαιmνρςσν sc. 5909) erhebt ſich im Oſten der Elbe. An ſeinem ſüdlichen Ende iſt die Quelle der Weichſel; auch ein Arm der Elbe kommt von demſelben*). Dieſes Alles deutet auf das Rieſen⸗ gebirge; nur daß Ptolemäus dieſe Bergkette zu weit nach Norden verſetzt.
h) Auch der ſemnoniſche Wald(Semnonum lucus) wird von dem ebengenannten Geographen zu weit gegen Norden verlegt; denn derſelbe würde, ſeiner Angabe zufolge, zwiſchen der Spree, der Havel und Oder, in der heutigen Provinz Brandenburg zu ſuchen ſein.
Nach des Ptolemäus Zeiten erwähnen noch der Dichter Claudian und der Geograph Marcian, beide im Anfange des 5. Jahrhunderts lebend, des hercy⸗ niſchen Waldes. Jener nennt ihn an mehrern Stellen das größte Gebirge des inneren Deutſchlands*³); dieſer aber, dem Ptolemäus folgend, gibt nur überhaupt an, daß in Germanien ſich ſieben merkwürdige Gebirge und zwei Wälder befänden. Dieſe ſind der hercyniſche und der Gabreta⸗Wald ¹⁰¹).
Ein ltinerarium pictum, d. h. eine Charte des römiſchen Reiches, die nach ihrem früheren Beſitzer Peutinger unter dem Namen tabula Peutingeriana bekannt und um das Jahr 230 oder vielleicht ſchon 160 entſtanden iſt, erwähnt, ſo wie der ſpätere Geſchichtſchreiber Ammian Marcellin— in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts— einer silva Martiana s. Marciana ¹⁰⁷), die ſich unfern der Wohnſitze der Rauraker längs des Danubius hin erſtreckte. Dieſes Waldgebirge würde ſonach mit unſerm Schwarzwalde oder dem Abnoba⸗Gebirge der frü⸗ hern Römer übereinſtimmen.
Endlich ſpricht noch Suidas in ſeinem Lexikon von dem hercyniſchen Walde. Er verſetzt ihn dahin, wo der Iſter, von ſeiner Quelle an gerechnet, zuerſt beginnt, ſchiffbar zu werden. Suidas ſcheint alſo mehr ſeinen Vorgängern zu folgen, als eigene Bemerkungen und Anſichten aufzuſtellen und mitzutheilen,
99) Daß die Elbe an dieſem Gebirge entſpringt, und ſich in großer Breite in die Nordſee ergießt, wußte unter den Alten nur Dio Caſſius(llist. Rom. LV. 1.), der in der erſten Hälfte des 3. Jahrhunderts ſchrieb. Das Gebirge aber nennt er das vandaliſche.
100) De bello Getico, Vers. 329 et 330. 4
—— Sublimis in Arcton Prominet Hercyniae confinis Rhaetia silvae. De quarto consul. Honorii paneg. Vers. 450 et 451. —— Venit accola silvae Bructerus Hercyniae. Cf. De laudibus Stiliconis, I. vers. 228.
101) Marcian. ed Hoeschel, pag. 83— 87.
102) Ammian. Marc. ed. Lindenbrog. Hamb. 1609. 4. Pag. 302 oder libr. XXI. cap. S.


