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gebirge, das ſich nach dem Pontus Eurinus hin zieht, trennt unter dem Namen des karpathiſchen unſer Geograph ausdrücklich von dem vorigen ³). In Ger⸗ manien ſelbſt aber unterſcheidet er folgende Gebirge:
a) Der Abnoba beginnt an den Ufern des Mains, läuft, etwa zwiſchen Naſſau und Heſſen, parallel mit dem Rhein in die jetzige Provinz Weſtphalen. An dem nördlichen Abhange dieſes Gebirges hat die Ems(Amisius oder Amisia) ihre Ouelle*).
b) Der Melibokus(0 MiSoxον 5009) iſt unſtreitig der jetzige Harz. Dieſes ergibt ſich ſowohl aus den geographiſchen Beſtimmungen des Ptole⸗ mäus, der freilich an demſelben die Weſer entſpringen läßt, als auch daraus, daß die Wohnſitze der Cherusker ſich von dieſem Gebirge und dem Thüringer Walde bis zur Elbe erſtreckten*). Südlich von dem Melibokus breitet ſich aus der Se⸗ mana⸗Wald( Xdœ⁴α d4y— 9.
0) Das Sudeta⸗Gebirge(Toudyra, auch Joν⁴εαα 5) ſcheint unſer Thüringer Wald und ſelbſt ein Theil des Erzgebirges zu ſein, obgleich Ptolemäus dieſe Bergkette weiter nach Süden— zwiſchen 49 ½— 50˙ der Br.— ſetzt und dieſelbe alſo mitten durch Böhmen ziehen läßt.
d) Der Gabreta⸗Wald( ITaßοσαα oder Taoεra d2), im Süden des Sudeta⸗Gebirges— zwiſchen 49— 50° der Br. nach Ptol.— kann nichts anders, als unſer Böhmer Wald ſein*).
e)) Der orkyniſche Bergwald(6 Ooxννιοο dοιαι*ς) breitet ſich zwi⸗ ſchen dem Sudeta⸗Gebirge und dem Gabreta⸗Walde einer⸗ und dem ſarmatiſchen Gebirge in Ober⸗Ungarn andrerſeits aus und ſtimmt alſo mit unſeren Sudeten und dem Rieſengebirge überein*).
Der Luna⸗Wald(y Aovwwc d4„) wird als ein Theil des Gabreta⸗ Waldes betrachtet, liegt zwiſchen dem 48— 49° der Br. und wird folglich in dem
93) Geogr. III, 5.
94) Vergl. Mannert, III. S. 413 u. ff.— Barth, Il.§. 418, Anmerk. 6.
95) Claudiani de quarto consulatu Honorii paneg. Vers. 451 et 452. ——— Latisque paludibus exit Cimber, et ingentes Albin liquere Cherusci.„.
96) Ptolemaceus, bei Cluver, S. 764. T0 Mnlioxoν d0b c d Sr Ty- Aœνα day..„..,..
97) Geogr. II, 11. Ta αουνμα οι⁶νσα d dg dA. 2Oεν TiSgεεaα A-, dr αταeς ναν τ ₰άeαμαανα ν εστμινν 0ννιοσο dορυιας.— Bei Barth, II.§. 420, iſt der Gabreta⸗Wald das Fichtelgebirge.
98) Einige ſuchen dieſen Bergwald im jetzigen Erzgebirge, Andere in dem weſtlichen Theile der Karpathen. Mannert, III. S. 414.— Vergl. auch die Oroynia silva bei Cäſar in Anmerk. 17.


