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Urſprunge des Iſters(der Donau) und des Rheins und im Süden von der Quelle jenes Fluſſes. Die größte Breite des Sees beträgt 2 ½ deutſche Meilen oder 5 Stunden), welche mit 200 ägyptiſchen Stadien, von denen 75 auf die Meile ge⸗ rechnet werden, übereinſtimmen. Der hercyniſche Wald aber muß nach Strabo's Bericht ſich über das ſüdliche Germanien ausbreiten; er findet ſich im Norden des oben genannten Sees und eben ſo des Iſters; er beginnt unweit den QOuellen dieſes Fluſſes, und ſo dürfen wir ſicherlich den Höhenzug im Norden der Donau, welcher die rauhe Alp, den fränkiſchen Landrücken, das Fichtelgebirge und vielleicht auch Theile des Thüringer und Böhmer Waldes begreift, zu unſerem weithin verbreiteten Waldgebirge rechnen..
Pomponius Mela, ein Geograph, der unter dem Kaiſer Claudius(41— 54) lebte, bemerkt nur im Allgemeinen, daß unter den Wäldern Germaniens beſonders der hereyniſche von Bedeutung ſei). Er iſt ſo wie der größte, ſo auch der berühmteſte, und Mela gibt demſelben, wie Jul. Cäſar hundert Jahre früher gethan, eine Ausdehnung von ſechzig Tagreiſen. Unter den hohen Bergen des Landes nennt er den Taunus und den Rhetiko⸗). Dieſer ſoll nach Einigen von dem Volke der Rhätier ſo genannt worden ſein und wird demzufolge von ihnen in den rhätiſchen Alpen geſucht). Da dieſe Annahme aber wenig Wahrſchein⸗ lichkeit hat; ſo glauben auch die Meiſten, dieſen Berg, beſonders da er neben und mit dem Taunus zugleich genannt wird, in dem weſtlichen Deutſchland und zwar in der Nähe des Rheins, nämlich in dem jetzigen Siebengebirge“), zu finden. Von dem Taunus noch einige Worte in der Folge!
Des älteren Plinius(geb. 23, geſt. 79) geographiſche Nachrichten über Germanien ſind eben nicht bedeutend. In dem Norden des Landes findet er, wie bereits oben erwähnt, den gewaltigen Sevo, welcher ſich aber, rauh und unwirth⸗ lich, über Skandinavien verbreitet. Unter den germaniſchen Waldgebirgen werden von ihm nur zwei, der Abnoba und der hercyniſche Wald, angeführt. Auf
55) Glutz⸗Blotzheim, R., Handbuch für Reiſende in der Schweiz. 5. Aufl. S. 127.
56) Pomp. Melae de situ orbis, III, 3. Silvarum, Hercyniae et aliquod sunt, quae nomen habent; sed illa dierum sexaginta iter occupans, ut major aliis ita et notior.
157) L. c. Montium altissimi Taunus et Rhetico, nisi quörum nomen vix est eloqui ore Romano.
58) Ephemeriden, geogr. VI. Bd. S. 253.— Reichard, Germanien, S. 234.
„Da Mela Germanien von der Südſeite durch die Alpen begrenzet; ſo kann er Nichts
anderes, als die rhätiſchen Alpen unter dem angeführten Namen verſtehen, und hat
velleicht durch den Singular mons die höchſte Spitze derſelben, den Ortles, bezeichnen
wollen.“ 4.. 59). Haus, I.§. 17.— Mannert, III. S. 417.— Barth, Il.§. 418.— Minola, A. B., kehexſich deſſen, was ſich am Rheinſtrome Merkwürdiges ereignete,


