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Wenn auch nicht mit ſonderlichen Schwierigkeiten verbunden, würde es doch ohne allen formellen und reellen Nutzen ſein, wollten wir uns hier nach Art und Weiſe mancher Grammatiker mit der Herleitung des Namens, der unſerm Walde von den alten Schriftſtellern beigelegt wird, beſchäftigen; denn dieſe reden nicht allein von einem hercyniſchen(herkyniſchen), ſondern auch von einem arky⸗ niſchen und orkyniſchen Walde“). Bei den römiſchen Schriftſtellern heißt derſelbe ſtets der hercyniſche; eines andern Namens bedienen ſie ſich nicht zu ſeiner Be⸗ zeichnung.
Außer der oben genannten Nymphe Hercynna, die bei den Griechen verehrt wurde, finden wir auch einen König der Aegypter, welcher Hercynio*“) heißt. Das Wort ſcheint alſo keineswegs ein rein nordiſcher Ausdruck zu ſein; es müßte denn die Annahme zuläſſig ſein, daß, wie dort die Geſandten der Hyperboreer den Namen nach Griechenland, ſo denſelben hier die Skythen, welche Aegypten einigemal mit Krieg überzogen, nach dieſem Lande gebracht haben ¹).
Das ſind die Ueberlieferungen der Griechen über dieſen Gegenſtand, in wie fern ſolche aus dem Alterthume erhalten und bis auf unſere Zeiten gekommen ſind. Die eigentliche Geſchichte ſchweigt; wir beſitzen keine weiteren Nachrichten über die
05 Eorvvig—) da l Borriοςο ᷣ*ντνννπανν.— Vergleiche auch dieſes Wort bei Stephanus von Bpzanz de urbibus.
17) Caesaris de bello Gall. VI, 24. Ea, quae fertilissima sunt, Germaniae loca circum Hercyniam silvam(quam Eratostheni et quibusdam Graecis fama notam esse video, quam illi Orcyniam appellant) Volcae Tectosages occupaverunt atque ibi consederunt.— Exatosthenes, der Vater der Geographie, der die Erdkunde zuerſt als Wiſſenſchaft einigermaßen begründete, lebte um die Mitte des 3. Jahrhunderts v. Chr. Seine Icνορασρσοσρενα oder TElνοασσ⁴ in drei Büchern ſind, leider! nicht auf unſere Zeiten gekommen; nur aus Strabo's Anführungen iſt ihr Inhalt uns im Allgemeinen bekannt.
18) Justini histor. VI, 2. His cognitis, Lacedaemoni et ipsi a rege Aegypti Her- cynione auxilia navalis belli per legatos petunt.— Cf. Pauli Orosii hist. ad- versus paganos, III, 1.
19) Tanaus, der Skpthen König, trieb den ägyptiſchen König Vexoris(Seſoſtris 2), der bis nach Pontus vorgedrungen war, zurück in die Sümpfe ſeines Landes. Justin. I, 1. Fuere quidem temporibus antiquiores(quam Ninus) Vexoris(Sesostris) Aegypti et Scythiae rex Tanaus, quorum alter in Pontum, alter usque Aegyptum excessit.— Dreimal verſuchten es die Skythen, Aſien zu unterjochen, drangen vor bis an den Nil, u. ſ. w. Barth, Teutſchlands Urgeſchichte, I. Th. S. 64.— Diodor erzählt(II, 43), die Nachkommen der Könige Palos und Napes ſeien mit ihren Heeren bis an den Nil in Aegypten gekommen, und Strabo berichtet(XV, 1), Idanthyrſus, ein Skpthe, habe Afien dis nach Aegypten durchſtürmet.— Curtii de rebus Alexandri M. VII, 8. Patuitque nobis(sc. Scythis) iter usque in Aegyptum.


