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ihrer Anwendung haben will. Die Kategorie an ſich iſt nicht vorſtellbar; ſie iſt eine reine Form des Geiſtes; vorſtellbar iſt ſie erſt dann, wenn wir ſie uns bereits in ihrer Anwendung auf empiriſchen Stoff denken, ſo daß ſie in dieſer Phaſe der Entwickelung ſchon bereits ein Product von reiner Verſtandes⸗ form und ſinnlicher Anſchauung iſt. Die reine Kategorie iſt, wie geſagt, nicht ſinnlich wahrnehmbar für uns; ſie iſt, um mich eines Bildes zu bedienen, für unſere Anſchauung ſtets das verſchleierte Bild von Sais; wie dieſes für uns nur in der Umhüllung exiſtiert, ſo iſt jene nur in der Anwendung, alſo in der Verbindung mit empiriſchen Stoffe wahrnehmbar. Aehnlich zeigt uns das Ideal in unſerer Vorſtellung die idea⸗ liſierende Thätigkeit in ihrer Anwendung auf empiriſchen Stoff. Bei dieſer Gelegenheit dürfen wir übrigens nicht den Unter⸗ ſchied zwiſchen der angewandten Kategorie und dem Ideal über⸗ ſehen. In der angewandten Kategorie ſehen wir den empiriſchen Stoff, wie er iſt, unter einer Form des reinen Denkens oder der Anſchauung; im Ideal in unſerer Vorſtellung ſehen wir zwar auch empiriſchen Stoff, aber dieſen nicht mehr in ſeiner Unmittelbarkeit, ſondern von der idealiſierenden Thätigkeit des Geiſtes verarbeitet, mit derſelben verſchmolzen, geiſtig reprodu⸗ ciert, alſo den empiriſchen Stoff auf einer höheren Potenz. Faſſen wir nun die Geneſis des Ideals kurz zuſammen, ſo ergibt ſich Folgendes.
d. Von der Euntſtehung des Ideals.
Das Ideale an ſich oder die idealiſierende Thätigkeit des Geiſtes, welche als lebendige freie Productivität des Geiſtes gefaßt werden muß, wählt ſich irgend ein beſtimmtes Object aus der Empirie, aus der Natur, der Geſchichte, dem Leben, oder auch aus dem bereits ſinnlich⸗geiſtig verarbeiteten Schatz unſerer Vorſtellungen, Gedanken, Kenntniſſe, und verbindet ſich mit demſelben, liefert uns indeß den objectiven Stoff nicht, wie er wirklich iſt, zeigt ihn uns nicht unter einer Denk⸗ oder


