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zurück. Nicht von vornherein aber wurde die Seele mit dem Aether identificirt und der Körper als ihr Grab betrachtet. Die Hoffnung auf eine Erhebung zu siderischem Leben wird von den Eingeweihten in ihren Gräberinschriften vielfach ausgesprochen.
C. I. Nro. 3026, von Marathesium. Wenn nicht constatirt wäre, dass diese In- schrift nicht aus Griechenlaud, sondern aus Lydien stamme, so würde schon das Zerfressenwerden des Leichnams durch Würmer die nichtgriechische Provenienz, oder auch, dass sie aus sehr später Zeit sei, beweisen. Sie gehört einem Pythagoräer an, dessen Seele den ätherischen Pol bewohnt.
C. I. Nro. 3398. von Smyrna. Hier sind zwei Anschauungen, die vom Psycho- pompos und die orphisch-pythagoräische zusammengebracht. Das Leben unter den Göttern auf den Sternen ist ziemlich sinnlich ausgemalt. V. 7 hätte vielleicht von denen herangezogen werden können, welche das Jenseits nicht westwärts sondern ostwärts suchen. Doch cfr. M. Müller, Vorlesungen II., 545.
C. I. 2892, von Milet. Waren in der vorigen Inschrift zwei Vorstellungen, so sind in dieser drei verbunden, Schlaf der Lethe, Leben auf den Sternen und Nachruhm in homerischem Sinn.
C. I. Nro. 2161 b., von Thasos. Meinen Leib bedeckt das Grab, die Seele aber wohnt nach dem Rathschlusse der Götter auf den Sternen im heiligen Lande der Frommen. Cfr. das Bulletin des archäol. Instituts von 1830, dessen Kenntnissnahme mir leider nicht verstattet wurde.
C. I. Nro. 6119, von Sabinum. Enthält das epictetische σνσα ⁶eιααα, die Seele ist im Körper wie in einem Grabe eingeschlossen. Aus Spon, miscell. erudit. antiquit. ist hierher noch eine Inschrift zu rechnen, deren Text in Preller, Demeter und Per- sephone, S. 240, steht.
Wir haben gesehen, dass in den Inschriften, welche sich auf die Mysterien bezie- hen, eleusinischen sowohl als auch mit orphisch-pythagoräischen und bacchischen An- schauungen, dies nur andeutungsweise geschieht. Man hatte noch zu viel Scheu vor dem Hehren, Geheimnissvollen, was in ihnen vorgetragen und zur Erweckung seliger Ahnungen gezeigt wurde. Nicht so ist es in späterer Zeit gewesen, wie die folgenden zwei Inschriften beweisen, die aus Rom stammen, wo es zum guten Ton gehörte, auf irgend einen ausländischen Cult abonnirt zu sein. Ganz offen und unverhohlen ist da von den Mysterien gesprochen.
C. I. Nro. 6206. Die Mysterien sind nicht mehr so fest und vertrauenerweckend, es klingt der Kummer durch, dass der Knabe das süsse Licht der Sonne habe verlassen müssen. Viel angezeigter wäre wohl gewesen, vom jenseitigen Leben im Lichte zu sprechen. Die alztde der Alten waren eben unzuverlässig, weil sie nicht auf untrüg- lichen Verheissungen fussten, wie sie das Christenthum hat.
C. I. Nro. 6238. In den zwei letzten Worten, welche eine Formel zu sein schei- nen, ist nach Jacobs ein mystischer Sinn enthalten.
Es unterliegt keinem Zweifel, dass die Anzahl derjenigen Inschriften, welche Ini- tiirten angehören, viel grösser ist, ohne dass wir im Stande wären, sie mit Gewissheit als solche zu erkennen. Es ist dies Sache der Symbolik und begnüge ich mich, auf Stackelberg, die Gräber der Griechen, und Bachofen, Gräbersymbolik, zu verweisen.
Die orphisch-pythagoräische Ansicht vom Leben der Seele auf den Sternen ent- spricht einem Urgedanken der Menschheit, welcher die Anschauungsweise der alten Welt völlig beherrscht und den Aristoteles Metaph. XII., 8, 9, 15 in die Worte kleidet: „Der Umlauf der Planeten bringt alle Erscheinungen hervor.“ Cfr. Bachofen S. 298. Die Gestirne nehmen eine vermittelnde Stellung ein zwischen der materiellen Welt und der unbewegten Quelle aller Bewegung, dem Urkreise.„Stofflicher als jenes und unstoff- licher als dieses, nehmen sie Theil an der Natur beider, wirken kraft ihrer Stofflichkeit


