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von der Erde in den unterirdischen Hades führt.?) Nach und nach wird er aber Gott der Verstorbenen überhaupt, der Vermittler besonders bei Todtenbeschwörungen zwischen der unterirdischen Welt und der im Sonnenlichte. Zuletzt geleitet er die Seelen nicht mehr in den Hades allein, sondern auch an die Orte, wohin die Anschauungen späterer Zeit den Aufenthalt jener nach dem Tode versetzen. Das beweisen die Inschriften.
C. I. Nro. 3398, von Smyrna. Wie in vielen Gräberinschriften, so sind auch in dieser mehrere Anschauungen vereint. Das glückliche Leben am gestirnten Himmel ist pythagoräisch. Daneben die Psychopompie des Hermes, und zwar ist dieser hier nicht Geleiter in den Hades, sondern in die Wohnungen der Seligen auf den Sternen.
C. I. Nro. 4708, von Adydus. Hermes ist als Geleiter in die elysischen Gefilde mit Osiris zusammengebracht.
C. I. Nro. 4284, von Patara. Hermes ist Führer in das Land der Frommen.
C. I. Nro. 5816, von Neapel. Hermes bringt die Todten elo 1 l ũꝙMu‿b‿ε‿‿ννο ταεμνιααιοσν ldec. Also Tartarus gegenüber dem Hades.
C. I. Nro. 6860 b, loci incerti. Die Combination mehrerer Anschauungen macht diese Inschrift dunkel. Cfr. C. I. IV., 23. Der Schlussvers:„α ⁶ατυσασσσ εls slα 2ν 90 εεμαοσσσα weist auf Hermes Psychopompos hin. Merkwürdig ist:
C. I. Nro. 1966, aus Macedonien, weil darin Lethe personificirt angeführt ist, als in Gemeinschaft mit den Moiren den Schatten in den Hades geleitend.
Die Menschen werden bei Homer im Tode jedenfalls unglücklich. Er ist für sie desswegen ein grosses Unglück, weil im Tode das Ich, das menschliche Selbstbewusst- sein, die Existenz der sich selbst wissenden Persönlichkeit aufhört, der Mensch ein nichtiger Schemen wird. ¹⁰) Der Mensch entbehrt im Tode nicht nur das, was durch den Körper bedingt ist, sondern verliert auch sein eigentliches Ich, seine geistige Per- sönlichkeit. Der homerischen Lebensansicht fehlt die vertrauensvolle IIingebung, die Zuversicht auf einen allweisen Gott. Od. XIX., 328, Gν ϑό⁶ιιοι ⁴υ‿̈υνινν ⁴έἀο ιι⁴‿ς‿οιυσι sie gleichen Blättern, II. VI., 145, welche der Frühling erzeugt, der Herbstwind regellos zerstreut. Zeus bedauert die unsterblichen Rosse des Achill, weil sie mit den unglück- lichen Sterblichen verkehren müssen. Der Tod ist eine Ursache, der Hades ein Ort der Erniedrigung. Bei der Begegnung mit Odysseus im Hades, Od. XI., 488, spricht Achill, der herrlichste aller Heroen, er wolle lieber der letzte Taglöhner bei einem armen Manne sein, aber lebendig, als die Herrschaft über die hingeschwundenen Todten ausüben. Ist die poν vom Leibe getrennt, entweder nach einer Krankheit durch den Mund entflohen, oder bei gewaltsamem Tode mit dem Blute aus der Wunde strömend, so wird sie zum 2ldον, zum wesenlosen Bild des ehemaligen wirklichen Menschen. Ihr Zustand entspricht dem in ethischen Verhältnissen sich bewegenden Leben des Menschen auf Erden. Dass der Leib den eigentlichen Menschen ausmache, beweisen Stellen wie II. XXIII., 65. Doch nicht ganz geht der Mensch im Tode verloren. Der Tod zwar ist Aller Loos, und trauernd klagt Homer, dass gleich dahinsterbe der Träge und jener, der Vieles gewirkt hat, aber die Tugend führt den Edlen zur Unsterblichkeit.
00„dο l(έμ‿υσ⁴ι⁹έμς dἀυμασιοοσ ααρςε e⁷ Sνιςα εςσ˙σ⁶ς
0010 2œ ϑασxον 1059O ε,έ τταος. Das sind die ²⁴αα εασdeg derjenigen, 500 10ν S10ν 0σον έι‿ιενν υπένσςεν Durch die Tugend des heroischen Lebens wird der Tod überwunden. Achill stellt beide Seiten des menschlichen Lebens in ihrem erschütterndsten Gegensatze vor Augen. Seiner un- sterblichen Mutter war es selbst als solcher nicht möglich, ihn vor dem unabwendbaren
9) Guhl u. Koner, Leben der Griechen und Römer, S. 324. 10) Naegelsbach, Hom. Theol., S. 331 ff


