Aufsatz 
De nonnullis locis Oedipi Regis Sophoclei disputatio critica
Entstehung
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VII, 2 in VI, S in V, 14 in IV, 5 in III, 1 in IIa aufgenommen. Am 5. Mai begann der Unterricht in allen Claſſen.

Am 16. Juni wurde der fünfzigſte Jahrestag der Schlacht bei Waterloo durch eine Vor⸗ feier von Seiten des Gymnaſiums feſtlich begangen. Es war dieſer Tag gewählt, um die in Hadamar und der Umgegend wohnenden Waterloo⸗Veteranen, welche zu der Hauptfeſtfeier für den 18. Juli nach Wiesbaden eingeladen waren, zuziehen und ehren zu können. Dieſelben wurden in feſtlichem Zuge von den Lehrern und Schülern des Gymnaſiums, unter lebhafter Betheiligung des Publikums, abgeholt und in die mit Fahnen und Gewehren geſchmückte Aula geführt, wo eine dem Andenken des Tages angemeſſene Schulfeier mit Reden, Decla⸗ mationen und Geſängen veranſtaltet wurde.

Die Pfingſtferien dauerten vom 3. bis zum 12. Juni.

Am 24. Juli beging das Gymnaſium die Feier des hohen Geburtsfeſtes Seiner Hoheit des Herzogs durch einen Schulactus mit Declamationen, Reden und muſikaliſchen Auf⸗ führungen. Die Feſtrede hielt der Conrector Brandſcheid, worin derſelbe nachwies, was uns zur Treue gegen unſern Landesherrn und das angeſtammte Herrſcherhaus verpflichte und wie dieſe Treue ſich durch die That bewähren ſolle.

Am 11. und 12. September wurden die vorgeſchriebenen Herbſtprüfungen vorgenommen.

Am 14. September betheiligten ſich die in⸗ Hadamar anweſenden Lehrer und Schüler des Gymnaſiums bei der Beſtattung des am 12. des Monats geſtorbenen Pfarrers Valentin Hartmann. Das Gymnaſium bewahrt dieſem Ehrenmann, der früher einige Jahre Religions⸗ lehrer für die katholiſchen Schüler desſelben geweſen war, und an welchem es auch nachher ſtets einen warmen Freund und Förderer ſeines Gedeihens gehabt hat, ein dankbares Andenken.

Die Herbſtferien dauerten vom 13. September bis zum 10. Oktober.

Während der Herbſtferien waren Seine Hoheit der Herzog zur Abhaltung der Uebungen der Naſſauiſchen Truppen mehrere Tage in Hadamar zur großen Freude der Bevöl⸗ kerung anweſend. Höchſtdieſelben geruheten die Räumlichkeiten des Gymnaſiums in Augenſchein zu nehmen, die in der Stadt anweſenden Lehrer zu empfangen und einen in der Aula veran⸗ ſtalteten Ball mit Höchſtihrer Gegenwart zu beehren.

Das Winterſemeſter wurde am 12. Oktober in ähnlicher Weiſe wie das Schuljahr feierlich eröffnet. Am 11. Oktober waren die neu angemeldeten Schüler geprüft und von denſelben 1 in IIa, 1 in III, 1 in IV, 1 in VI aufgenommen.

Die Weihnachtsferien dauerten vom 23. Dezember bis zum 2. Januar.

Zu der Maturitätsprüfung am Schluſſe des vorigen Schuljahres waren 16 Schüler der Oberprima zugelaſſen(vgl. Programm von 1865). Der mündliche Theil dieſer Prüfung fand am 21, 22. und 23. März unter der Leitung des Unterzeichneten ſtatt. Die Geprüften, Ludwig Bode aus Montabaur, Joſeph Eberz aus Hadamar, Johann Eiſel aus Thalheim, Anton Franz aus Wirges, Joſeph Gelhard aus Ransbach, Franz Haßlacher aus Soden, Ferdinand Heep aus Oberzeuzheim, Georg Hilpiſch aus Montabaur, Mathias Höhler aus Montabaur, Adolf Loſſen von der Emmershäuſer Hütte, Friedrich Lötſchert aus Wehen, Albert Marx aus Thalheim, Ludwig Schneider aus Rüdesheim, Franz Stahl aus Hadamar, Ludwig Ulrich aus Wiesbaden, Franz Witgert aus Ransbach wurden ſämmtlich für reif erklärt. Von denſelben wollten Eiſel, Franz, Heep, Hilpiſch, Höhler, Marx