Aufsatz 
De nonnullis locis Oedipi Regis Sophoclei disputatio critica
Entstehung
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vorgezeichnet wurden. Im Winter: Eintheilung und Zeich⸗ nung des menſchlichen Kopfes, theilweiſe auch nach der

Wandtafel. 2 St.

VI. Cl. Im Sommer: Anfangsgründe des Land⸗ ſchaftzeichnens. Im Winter: Fortſetzung im Kopfzeich⸗ nen. 2 St.

V. Cl. Fortſetzung der bisherigen Uebungen; ſchattirte Köpfe und Landſchaften. 1 St. Die Anfangsgründe im perſpectiviſchen Zeichnen. 1 St.

IV. Cl. Erweiterung der bisberigen Uebungen. 1 St Fortſetzung des perſpectiviſchen Zeichnens bis zur Anwen⸗ dung desſelben zur Darſtellung größerer Räumlichkeiten; Anfangsgründe der Schattenconſtruction. 1 St.

Selecta. Landſchaft⸗, Thier⸗ und Figurenzeichnen mit Bleiſtift und Waſſerfarben. 2 St.

Zeichenlehrer Diefenbach.

3. Geſangübungen.

VII.& VI. Cl. Elementargeſangübungen in Verbin⸗ dung mit der entſprechenden Theorie; ein⸗ und zweiſtimmige Choralſätze nach Antbes Geſangſchule. 2 St.

Einübung der beiden Sängerchöre. 2 St.

Decku.

D. Körperübungen.

Im Sommer wurden die Körperübungen auf dem Turn⸗ platze des Gymnaſiums, im Winter in dem Turnſaale, unter Leitung des Collaborators Leyendecker betrieben. Im Sommer fanden auch militäriſche Exercierübungen ſtatt, welche der Gymnaſialpedell Keßler leitete. Unter der Leitung desſelben fanden auch die Schwimmübungen der Schüler ſtatt.

C. Sonſtige Verhältniſſe.

Das Lehrercollegium war auch in dieſem Jahr darauf bedacht, bei den Schülern nicht bloß den Geiſt der Sittlichkeit, Ordnung und Geſetzlichkeit durch eine conſequente Handhabung der Disciplin zu wecken und zu befeſtigen, ſondern auch den Sinn für ein äußerlich anſtän⸗ diges Benehmen durch Belehrung und Gewöhnung zu beleben. Daß die vereinten Bemühungen der Lehrer in dieſen Beziehungen nicht erfolglos geblieben ſeien, glaube ich unbedenklich ausſprechen zu dürfen. Gern will ich auch anerkennen, daß von Seiten der Hadamarer Bürgerſchaft dieſe Bemühungen Unterſtützung gefunden haben. Wie alle ſich darbietenden Gelegenheiten benutzt werden, die Geſchmacksbildung zu fördern, iſt ſchon in einem früheren Programme aus⸗ einandergeſetzt worden.

Der Geſundheitszuſtand der Lehrer wie der Schüler ließ während des Schuljahres Vieles zu wünſchen übrig. Der Conrector Dr. Eickemeyer mußte für das ganze Sommer⸗ ſemeſter beurlaubt werden und zur Wiederherſtellung ſeiner Geſundheit ein Bad beſuchen. Für das Winterſemeſter konnte derſelbe zwar nicht den ganzen Unterricht, welchen er ſonſt beſorgt hatte, aber doch einen großen Theil desſelben wieder übernehmen. Von den übrigen Lehrern waren im Winterſemeſter mehrere genöthigt, ihren Unterricht zeitweiſe auszu⸗ ſetzen. Bei den Schülern kamen ungewöhnlich viele Krankheitsfälle vor. Durch den Tod verlor die Anſtalt zwei Schüler, den Quintaner Albert Siebert und den Oberſecundaner Adolf Schütz. Dieſelben ſtarben im elterlichen Hauſe, der erſtere zu Hadamar am Nerven⸗ fieber den 14. November, der letztere zu Rennerod nach langer und ſchwerer Krankheit am Herz⸗ ſchlage den 8. Januar. Für jeden derſelben wurde von Seiten der Anſtalt eine kirchliche Feier veranſtaltet, Albert Siebert außerdem von den Lehrern und Schülern zu Grabe geleitet.

II. Chronik des Gymnaſiums.

Das Schuljahr wurde am 4. Mai mit einem Gottesdienſt in den Kirchen beider Con⸗ feſſionen und der Verſammlung der Lehrer und Schüler in der Aula des Gymnaſiums auf die herkömmliche Weiſe feierlich eröffnet. Tags zuvor hatten die Aufnahmeprüfungen ſtattge⸗ funden und waren nach dem Ergebniß derſelben von den neu angemeldeten Schülern 18 in

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