Aufsatz 
Die geognostischen Verhältnisse der Umgegend von Frankfurt a.M
Entstehung
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8.

Erde in geſchmolzenem Zuſtande an die Oberfläche gehoben wurden und da erkaltet ſind, treten in unſerer Gegend der Baſalt und einige damit verwandte Felsarten auf. Die geſammte Maſſe des Vogelsberges iſt offenbar durch vulka⸗ niſche Einwirkung gehoben; ſie bildet ein großes, kegelförmiges Maſſengebirge, das von ſeiner Mitte, wo es Gipfel von 2000 bis 3000 Fuß Höhe aufzuweiſen hat, ſich nach allen Seiten hin abdacht und ſeine Gewäſſer der Fulda, Lahn und dem Main zuſendet. Der Vogelsberg ſelbſt beſteht aus einem dichten, ſchwärzlichen Baſalt, deſſen Beſtandtheile, nämlich Labrador⸗Feldſpath, Augit und Zeolith, ſo innig gemengt ſind, daß ſie nicht zu unterſcheiden ſind. Mit dieſem Hauptſtock von Baſalt hängen die Varietäten deſſelben zu⸗ ſammen, die zerſtreut in der Wetterau und im Mainthal auftreten. Sie heißen: Dolerit und Anameſit.

Der Dolerit iſt etwas grobkörniger als Baſalt, läßt ſchon leichter die Gemengtheile, wiederum Labradorit und Augit, erkennen, iſt von Farbe mehr bläulich und hat mit dem Baſalt nur noch die ſäulenförmige Abſonderung gemein, die aber nur ſehr ſelten ſchön und deutlich vorkommt (wie z. B. an einigen Stellen am Weſtabhange des Vogels⸗ berges).

Der Anameſit iſt ein Zerſetzungsprodukt der beiden vorigen mit einem nicht unbedeutenden Gehalt an kohlen⸗ ſaurem Kalk und kohlenſaurem Eiſenoxydul; denn auf friſch geſchlagenem Bruche zeigt er mit Säuren ein Aufbrauſen, freilich nur dann noch deutlich, wenn er eben im Steinbruch gehauen worden iſt. Er iſt weniger hart als Dolerit, des⸗ halb auch leichter zu mancherlei Zwecken zu bearbeiten und zu behauen, von Farbe grünlich ſchwarz und äußerſt feinkörnig und hat als beſonderes Kennzeichen eine ſchalige Abſon⸗ derung. Wenn man ſeine verſchiedenen Schichten betrachtet,