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erſten Fuß des Hexameters ein. Nur einmal finden wir bei Vergil scilicet mitten im Satz und zugleich nicht am Anfang des Verſes, Aen. XI, 387: nec longe scilicet hostes Quaerendi nobis; circumstant undique muros.
An den drei Stellen, von denen wir ausgegangen ſind, ſteht scilicet in der Mitte zwiſchen zwei durch atque oder et verbundenen Sätzen, ſo jedoch, daß es offenbar jedes⸗ mal den zweiten Satz hervorheben ſoll, in dem etwas Größeres, Bedeutungsvolleres enthalten iſt. Daß es der Conjunction vorangeht und dadurch an die Spitze des Verſes gerückt iſt, kann nicht auffallen, da auch ſonſt durch Vorſtellung eines Wortes vor die verbindende Conjunction demſelben Nachdruck verliehen wird, z. B. Georg. I, 248: semper et..., III, 47: Caesaris et... Hierher gehört auch die von Voß und Wagner falſch(mit einem Komma hinter paulatim), in den neueren Vergilausgaben richtig interpungirte Stelle Georg. I, 133 f.:
Ut varias usus meditando extunderet artis
Paulatim et sulcis frumenti quaereret herbam; zu Ribbeck's Gründen für die Unechtheit des darauffolgenden V. 135:
Ut(oder Et) silicis venis abstrusum excuderet ignem füge ich nur noch hinzu, daß ſich der ganze Satz in dem Gedanken von der durch Jupiters Maßregeln herbeigeführten Nothwendigkeit der allmälichen Auffindung des Acker⸗ baus gipfeln muß; hieraus ergibt ſich jedoch zugleich, daß Ribbeck(Prolegg. p. 50) zu weit geht, wenn er auch den Vers 134 für entbehrlich hält; er iſt vielmehr nothwendig, indem in ihm erſt der ganze Satz ſeinen nothwendigen Abſchluß findet.— Uebrigens hat Vergil die Nachſtellung der Conjunction häufig anch, ohne daß dem vorangehenden Wort ein beſonderer Nachdruck verliehen werden ſoll; vgl. für et Georg. I, 304. 402. III, 350, aut I, 274, vel II, 321, at III, 331.— Aus dem Geſagten ergibt ſich von ſelbſt die Unrichtigkeit der bisher üblichen Interpunction in den drei oben angeführten Stellen.
13. Georg. I, 316— 321:
Saepe ego, cum flavis messorem induceret arvis
Agricola et fragili iam stringeret hordea culmo,
Omnia ventorum concurrere proelia vidi,
Quae gravidam late segetem ab radicibus imis
Sublimem expulsam eruerent; ita turbine nigro
Ferret hiemps culmumque levem stipulasque volantis.
Ladewig ſieht in dem Satz ita turbine bis volantis eine hypothetiſche Vergleichung eines Wirbelwinds im Winter mit dem vorher beſchriebenen Sommerorkan: das iſt ja nicht anders, als wenn im Winter— d. h. wenn wir jetzt Winter hätten— ein Wirbel⸗ wind Stroh und Stoppeln umhertriebe. So auch Voß: oft ſchleudert mitten im Som⸗ mer ein Sturm die ährenvolle Saat aus der Wurzel gerafft ebenſo ungeſtüm, als ob in der Winterzeit ein Wirbel leichtes Stroh und fliegende Stoppeln umherſchwünge. Aber ſchon Heyne bemerkte gegen Martyn, von deſſen Erklärung Voß nur darin abweicht, daß


