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fentlichung von Berichten über ihre Bibliotheken zu verfahren haben, zur Kenntnissnahme und Nachachtung mittheilt.
12. Verfügung derselben h. Behörde vom 16. September nebst Abschrift des Erlasses des Herrn Ministers der geistlichen, Unterrichts- und Medicinal-Angelegenheiten vom 11. Juli, wonach des Kaisers und Königs Majestät den Direktor des Gymnasiums in Schleiz, Dr. Kon⸗ rad Duden, zum Königlichen Gymnasialdirektor vom 1. October ab Allergnädigst zu ernennen geruht haben und ihm von diesem Zeitpunkt ab die Direktion des hiesigen Gymnasiums über- tragen worden ist.
13. Verfügung K. Pr.-Schulkollegiums vom 15. November, nach welcher der Schulamts- Candidat Mannss zum ordentlichen Gymnasiallehrer ernannt und ihm eine ordentliche Lehrer- stelle am hiesigen Gymnasium verliehen worden ist.
14. Verfügung derselben h. Behörde vom 21. des. Mts., wodurch auf die im Februar- heft des Centralblattes für die gesammte Unterrichts-Verwaltung in Preussen de 1876 S. 102 abgedruckte Verfügung des K. Prov.-Schulkollegiums für Schleswig Holstein, betreffend den geographischen Unterricht in den höheren Lehranstalten, besonders aufmerksam gemacht wird.
15. Verfügung derselben h. Behörde vom 27. Dezember, welche den Schulamts-Candi- daten Ph. Hafner aus Schlüchtern dem hiesigen Gymnasium zur Ableistung seines Probejahrs zuweist.
III. Chronik.
Am 24. April fand die Aufnahmeprüfung statt. Der Unterricht nahm am 25. nach einer Ansprache des Direktors an die in der Aula versammelten Schüler seinen Anfang. Zugleich wurde der an die Stelle des Prorektor Wiegand berufene Prorektor Prof. Meyer vom Direktor in sein Amt eingeführt. Ueber seinen Lebensgang theilt derselbe Folgendes mit: Viktor Amadeus Meyer, geb. zu Düsseldorf am 7. Januar 1828, besuchte 1839— 42 das Gymnasium zu Trier, 1842— 46 das Kneiphöfsche Gymnasium zu Königsberg i. Pr.; hier stu- dirte er auch in den Jahren 1846—50 Philologie und bestand 1850 die Staatsprüfung pro fac. doc. Er war darauf 1850— 55 in verschiedenen Stellungen als Lehrer thätig, zuletzt am Pro- gymnasium zu Neuwied, und studirte nachträglich noch in Halle und Bonn Theologie(1855 bis 57). Vom Herbst 1857 bis dahin 1858 war er kommissarisch am k. Gymnasium zu Cleve beschäftigt, bis Ostern 1862 Lehrer am Gymnasium zu Wesel und hierauf bis Ostern 1876 Lehrer der Religion und der alten Sprachen am königlichen Gymnasium zu Wetalar, zuletzt als zweiter Oberlehrer. Das Prädikat als Professor erhielt er um Ostern 1875. Am 1. April 1876 trat er sein Amt als Prorektor und erster Oberlehrer am hiesigen königl. Gymnasium an.
Vom 8. bis 10. Juni machte ein Theil der Schüler, etwa zwei Fünftel, unter Führung mehrerer Lehrer eine Turnfahrt nach Frankfurt und in den Odenwald; die zurückbleibenden erhielten Unterricht.
Die Sommerferien begannen am 8. Juli und dauerten 4 Wochen.
Während des Sommersemesters erlitt der Unterricht nicht unerhebliche Störungen da- durch, dass ein Kollege als Reservelieutenant zu den Uebungen einberufen wurde und zwei Kollegen zum Teil in derselben Zeit durch Krankheit den Unterricht auszusetzen genötigt. wurden.


