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thus oder Modius, dem Zeichen der Fruchtbarkeit ²) leicht zu erkennen; denn das Erste dieser beiden Attribute kommt keiner Gottheit in höherem Grade zu, als der Ehegöttin Here ³) (Hoæ relela, Juno pronuba); eben so trägt sie häufig den Kalathus in ältern Cultusbil- dern ⁴). Aber die Here ist auch chthonische Gottheit, Beherrscherin der Unterwelt ⁵); schon bei Homer ⁹⁴) wird sie die Gattin des unterirdischen Zeus genannt, eben so in alten Herakleen*). Sie heisst einmal sogar bestimmt Persephone(Oeosςεςνν) ⁵), und erscheint als unterirdische Here häuflg auf alten Bildwerken*) Als solcher kommen ihr gleichfalls die Attribute des Granatapfels und Kalathus vorzugsweise zu. Diese unterirdische Here nun trägt in den Argivischen Mythen den Beinamen Prosymnaea ¹⁰) als Göttin,»die selber ins Dunkel hinab gestiegen, und die durch die Pforten des Schlafs zum Tode führt ¹¹).« Diese Here Prosymnaea aber hatte als den Hauptsitz ihrer Vereh-
²¹) C. O. M-üller H. d. A. d. K.§. 344. Gerhard, Prodromos, p. 25, 28.
³) Creuzer, Symbolik 3. Aufl. III, p. 352. Philostratus, V. A. IV, 28, p. 168:) 60 dè ανν qurν τ Hogç deraui.
4) Ueber die ältesten Cultusbilder zu Argos: Thiersch Epochen p. 19. Pauly, Realencyclopädie, Art. Juno p. 581. Alte Götteridole(dädalische Bilder), welche die Argivische Here mit dem Kala- thus darstellen, in Gerhards antiken Bildwerken, Taf. CCClX, 5, 6, 8, 9, 10, der samischen und andrer Herebilder mit dem Kalathus nicht zu gedenken. Dle spätere Kolossalstatue der Argivischen Here von Polyklet hatte dafür eine Art von krone, Stephanos, mit den Relieffiguren der Horen und Charitinnen. C. 0. Müller a. a. 0.§. 352 und Denkmäler 1, 132, 133. Gerhard, antike Bild- werke, p. 371— 374. und Prodromos!, p. 6 und 20 ff.
³) Gerhard, Prodromus p. 8, 9 und 29:„Insofern ein dualistischer Ausdruck der Schöpfungsgottheiten das empfangende Princip am natürlichsten als Erde bezeichnet, eine Bezeichnung, der sich alle Tiefen der Unterwelt unmittelbar anschliessen und von der selbst die irdische Atmosphäre nur abgelöst er- scheint, ist es nicht zu verwundern, wenn Here in einer heiligen Hochzeit, welche Zeus mit ihr, der Him-
mel mit der Erde, unter Frühlingsboten und Frühlingsblumen feiert, die Demeter und zugleich die Kora anderer Volksstämme ersetzt.“ Welcker, Anhang zu Schwenck etym. mytholog. Andeutungen p. 262. Als diese Erdgöttin erscheint sie in den zügen der lo Ʒυ066 Gx, α‧, voxla, ννα. Hug, Mythos der alten Welt p. 122. Pauly R. E. Juno p. 542. ff.
*) IIIad M, 458:„ακιαφ⁹υυνοςα oder 29⁶νε(Hestod Foy. 463) für Pluto. Zeyg œτεm⁵⁴ε
in Olympia(Paus. V, 14, 8). Neben der Here desselben Ortes(Paus. V, 17, 1) stand ein zZeus, behelmt wie Pluto.
2) Creuzer, Symbolik III, p. 241.
⁸) Ebendaselbst p. 247.
²) Z. B. der Canusinischen Vase bei C. 0. Müller, Denkmäler 1, 275.
1¹⁰) Creuzer III, p. 247. 1
nn) Pbendaselbst p. 240. Die Form TIocsuttos ist nur eine weiehere Aussprache für IIoο- Su*rνοs. Sehr erläuternd ist, Was Pl utarch zur Erklärung des Begrifls der Latona Juno sagt: vos de* 21ſ, 19 τ οισσ τς ν ες πνο 10ενιοQέέμν Q¶/.


