Aufsatz 
Beitrag zur Kenntniss der Fische der unteren Maingegend / von Oskar Böttger
Entstehung
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Flossenf.: D. 3/9, A. 3/27.

Zahnf.: 55.

Ich konnte bei diesem Fische nur zwei Paar Gehörsteine, ein Paar im Vorhof, das andre Paar im Sack nachweisen(Klein, a. a. O. S. 16 u. f. giebt drei Paar bei ihm an).

14) Abramidopsis Leuckarti Heck.(Bastard). Bis jetzt nur drei Exempl. aus dem Main(Kretzer), die ich in der Sammlung des Ver- eins für Naturkunde deponiert habe.

a. Flossenf.: D. 3/10, A. 3/15. Zahnf.: 6 5; squ. 10/6.

b. Flossenf.: D. 3/10, A. 3/17. Zahnf.: 6 5; squ. 10/5.

c. Flossenf.: D. 3/10, A. 3/16. Schlundknochen fehlen; squ. 10/50/5.

Die Stücke a. und b. gleichen sich sehr und sind im Habitus so- wol, als auch durch stumpfere Schnauze, geraderes Maul und kleineres Auge leicht von Blicca zu unterscheiden; c. sieht im Aeusseren Blicca sehr ähnlich.

15. Blicca björlena L., Blicke(Bläcke). Häufig im Main; sechs Exeinpl. untersucht. Der Name Bläcke, wie auch die am Rhein ge- bräuchliche Benennung Makel, rührt von dem konstanten schwarzen Fleck (Blacken, Makel) her, der sich an der vorderen Partie der Afterflosse befindet.

Flossenf.: D. 3/8, A. 3/21 22; nur einmal wurde A. 3/20 gefunden.

Zahnf.: 1,5 4,2; 1,5 5,2; 1,5 5,2; 1,5 5,1; 2,5,(1) 5,2 und 1,5,(2) 5,2. Sehr auffallend ist die Abweichung dieser Zahnformel(1,5 5.2) von der von Heckel(3,5 5,3) und von der von Siebold(2,5 5,2) aufgestellten, und möchte auf diesen Umstand fernerhin zu achten sein.

Von Gehörsteinen fand ich alle drei Paare, das eine im Vorhof, die beiden andern im Sacke; die sagitta sieht mit ihrem dickeren Theil nach vorn, mit der Spitze nach hinten.

16) Bliccopsis abramorutilus Hol.(Bastard). Nur einmal aus dem Main(Kretzer); in der Sammlung des hiesigen Vereins für Naturkunde deponiert.

Der untere Theil der Schwanazflosse ist etwas länger als der obere; der obere Theil der Rücken- und die untere Hälfte der Afterflosse grau- lich. Schuppen stärker gestreift als bei Blicca. Länge 142 Millimètres.

Flossenf.: D. 3/8, A. 3/16.

Zahnf.: 2,5,(4)(3), 5,2; Zahnkronen mehrmals deutlich gekerbt.

Squ.: 8/45/4.

17. Alburnus lucidus Heck., Laube(Geis oder Schneider, Alber). Im Main sehr häufig. Untersucht wurden 55 Exemplare.

Es ist ein starker und rascher Fisch, der schnelle Wendungen mit Leichtigkeit ausführen kann. Der Schneider ist im Leben auf dem Rücken prachtvoll blaugrün, schön silberweiss an den Seiten; die Flossen zeigen, mit Ausnahme der Bauch- und Afterflossen, die heller, wenn auch niemals roth, gefärbt sind, dunkles Pigment. Zur Laichzeit kommen beim Männchen feine erhabene Wärzchen auf Kopf und Kiemendeckeln