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Einen Stichling, der in dem Rohsoolenbassin der Saline Salzhausen bei Nidda am Vogelsberg sehr häufig vorkam, habe ich bei genauer Be- trachtung von fünf dem Frankfurter Senckenbergischen Museum gehörigen Spiritusexemplaren als von dem hier gewöhnlichen leiurus nur in soweit abweichend erkannt, als die Vogelsberger Art etwas winkligeres Kinn, grössere Augen und an den Seiten feine schwarzbraune Pünktchen be- sitzt, die in ziemlich regelmässigen Parallelreihen zu stehen scheinen.
II. Weichflosser(Anacanthini).
a) Schellfische(Gadoidei).
5) Lota vulgaris, Cuv., Quappe(Aalruppe). Im Main an tiefen Stellen; scheint nicht häufig zu sein. Nur ein Exemplar.
b) Schollen(Pleuronectae).
2) Platessa flesus L., Flunder(Platteis). Nach A. J. Jäckel(Corr.- Blatt d. zool.-min. Ver. in Regensburg, IXX, 1865, S. 33) wurde in früheren Jahren ein Stück bei Frankfurt erbeutet. Auch Dr. Braun bekam ein Stück(ebendas. VIII, 1854, S. 112) aus dem Main bei Klingenberg. Herr Kretzer in Mühlheim erklärte das öftere Vorkommen des Flun- ders im Unterrhein in der Weise, dass holländische Schiffsleute auf ihren Fahrten stromaufwärts oft grosse Partien dieses wolfeilen Fisches mit- nähmen, davon ässen und die abgestandenen, wie er selbst geschen hätte, gelegentlich über Bord würfen, wo dann ab und zu einmal ein solcher todter Fisch einem Forscher in die Hände fallen dürfte.
Besitzt übrigens wie alle Schollen nur ein Paar relativ grosse, in gleichgrossen Knochenblasen liegende Otolithen.
c) Karpfen(Cyprinoidei).
Bei den hiehergehörigen Fischen machte ich mir es besonders zur Aufgabe, die Schlundknochen genauer zu untersuchen. Ich fand bei den meisten Arten neben den auf den Schlundknochen festsitzenden Zähnen auch noch auf der Innenfläche, immer in die Zwischenräume der grossen Zahnreihe eingelegt, Zahnsäcke mit mehr oder weniger entwickelten Zähnen, so dass sich die Zahl der Zähne auf jeder Seite oft um 2 und 3, ja um 6 Stück vermehren kann. Es scheinen diess übrigens ihrer Lage nach keine eigentlichen Ersatzzähne für etwa abgestossene Zähne der grossen Reihe zu sein; ich fasse dieselben vielmehr als accessorische Zähne auf, besonders da sie bei alten wie bei jungen Individuen gelegent- lich auch ganz fehlen können. Ich gebe die für die accessorischen Zähne gefundenen Zahlen in den folgenden Formeln stets in Klammern( an.
7) Cyprinus carpio L.(Karpfen). Grössere Exemplare kommen ab und zu noch im Main vor; junge Stücke gehörten bis vor Kurzem zu den grössten Seltenheiten. Jetzt scheinen sie häufiger geworden zu sein. Ein hiesiger Fischhändler, Herr Neumaier, hat im vorigen Jahre bei Offenbach wol 40 Stück auf einen Zug gefangen, und auch Herr Kretzer erhielt damals einen siebenzölligen Karpfen aus dem Main.


