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Weise. Ohne diesen Versuchen zu nahe treten zu wollen, theile ich auch meine Ansicht hierüber mit. Das Lateinische Präteritum kann sowohl als Präteritum Perfectum(bei Hand- lungen, die, oder deren Folgen in der Gegenwart noch fort- dauern), als auch sehr häufig als Aorist bei Erzählungen ge- braucht werden. Dem jedesmaligen Werthe und Gebrauche dieses Tempus gemäſs folgt nun entweder der Conjunctivus, oder der Optativus. Man prüfe nun nach dieser Bemerkung das Präteritum; tributum est etc. Muſs man nicht überse- tzen: die Natur hat die Einrichtung getroffen, und trift sie noch jetzt, daſs jedes organische Wesen für sich, für sein Leben und für seinen Wohlstand Sorge trägt, und dals es alles, was ihm nur nachtheilig sein mag, vermeidet? Die Sorge für die Selbsterhaltung ist eine Folge, mögliche Folge einer wirklich vorhandenen, noch jetzt fortdauernden Ur- sache. Ganz anders verhälr es sich, wenn das Perfectum aoristisch gebraucht ist; hier muſs der Optativus, d. h. das Imperfectum, oder Plusquamperfectum folgen. Da aber die Sache klar ist, so wird man mich der Beispiele, so wie der Erklärung, auch wohl der Anführung von Belegstellen für das s. g. praesens historicum, oder den Aorist mit darauf folgendem Imperfectum Conjunctivi überheben.
Was die Construction der Zeitpartikeln und der Relati- ven mit dem Optativus und Conjunctivus betrift, so finde
ich, daſs die Lateinische Sprache, ganz im Sinne des Kön-


