Aufsatz 
Hat die lateinische Sprache einen Optativus? / [Friedrich Börsch]
Entstehung
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potuisset Cic. II. Off. 5, 14. OQuis eum diligat, quem metuit. C. Lael. 15. Velitis, iubeatis, OQuirites. Ne facias. Ouid facerem würde sagen: was könnte ich wohl thun; ich über- lege bei mir, was sich thun läſst; oder, wenn bei Cicero statt des Präsens das Imperfectum, enumerarem, stände, so würde der Sinn sein: wie wäre es möglich, dals ich die Künste aufzählen könnte. Ferner gebraucht die Lateinische Sprache bei Fragen des Unwillens, womit ein vorhergegan- gener Befehl wiederholt wird, bei Verwunderung und Betheu- rungen, z. B. Aõaoν μ, d Zai Auxa ε, Oys; Solue me, o Iupiter tene soluam, ais. Egone ut te interpellem? ne hoc quidem uellem Cic. II. Tusc. 18. Tibi ego ut aduer- ser? Ter. Andr. 3. 5. Ita me Dii ament Diüi me faciant, quod uolunt Dii te perdant Falsus utinam uates sim. Liu. XXI. 2co. überhaupt bei Sätzen, die schlechthin, absolute, unsere Lust, oder Abneigung ausdrücken, das Praesens, oder auch das Praeteritum, die Handlung sei nun dauernd, oder vollendet. z. B. Hoc mihi obiiciat, oder ego haud abnuerim. Dals bei uelis, wie bei ouxdte oOder 9eoeis, der Conjunctivus ohne Verbindungspartikel steht, so wie daſs statt des Imperativus das Praesens Conj., aber auch das Futurum Indicativi gesetzt wird, ist zu bekannt, als daſs ich hier Beispiele anzuführen brauche. Das Präsens Conj. hat also, wie wir sehen, ganz die Natur des Griechischen