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statt finden, so kann ich, ohne mich weiter dabei aufhalten zu müssen, sogleich zu dem dritten Grunde übergehen. Beide genannte Tempora des Conjunctivus zeigen nicht bloſs im Gebrauche, sondern auch in der Consecutio Tem- porum die auffallendste Uebereinstimmung mit dem Griechi- schen Optativus, so wie das Präsens und Perfectum dieses Modus mit dem Griechischen Conjunetivus. Dieſs gestehen alle ohne Widerrede zu 6), und ich kann mich defshalb kür- zer fassen, als es die Sache wohl verlangt; vollkommen überzeugt, daſs jeder, wenn er auf die Individualität beider Sprachen, so wie auch auf die Beschaffenheit der Sätze ach- tet, sich zurecht finden wird, ohne weitere Belege von mei- ner Seite zu erwarten. Die Eigenthümlichkeit beider Spra- chen, sage ich, muſs beachtet werden, weil sie bei aller noch so nahen Verwandtschaft*) schon in so fern von ein- ander abweichen müssen, als die Griechische Sprache rei-
.6) Matthiä A. G. Gr.§. 512. Buttmann§. 126. Wagner p. 21. 2) Die Lateinische Sprache ist mit der Griechischen geschwisterlich ver- wandt, wie etwa die Angelsächsische mit dem Hochdeutschen.— Ver- gleichen wir beide Sprachen mit unserer Muttersprache, so neigt sich das Lateinische mehr zu dem Griechischen.— Die etymologi- schen Grundsätze, welche bei der Vergleichung des Griechischen und Lateinischen angewendet worden sind, scheinen mir übrigens nicht streng genug zu sein; wie auch der Umstand schon zu erkennen giebt, daſs man das Aeolische in dem jetzigen gebildeten Aeolischen
Dialecte, also in einer Schriftsprache, sucht.


