—₰ 4
satz des Conjunctivus, der ein Sollen, eine objective Mög- lichkeit anzeigt 1).
Diese Erklärung bitte ich festzuhalten, und nun, da ich dem Conj. Imperf. etc. den Krieg angekündigt, die Gründe für meine Behauptung, so wie sie sind, gefälligst anzuhören.
Der erste, doch nicht der stärkste Grund ist von dem äuſsern Merkmale, der Endung, hergenommen; Vossius und Perizonius legen groſses Gewicht darauf, und scheinen ihm in so fern mehr Gewicht eingeräumt zu haben, als sie ihm wohl einräumen wollen ²). Die Beugungssylben dieser Tem- pora(KREM und SSEM) haben mit den Endungen des Indi- cativus(BAM und RAM) nichts gemein, so daſs sie, wie frü- her geschehen, als von diesen abgeleitet angesehn werden könnten; sie sind vielmehr, wie jeder Unbefangene gleich auf den ersten Blick sehen wird, dem Wortstamme der Haupt- tempora auf dieselbe Weise angefügt, wie die Flexion im In- dicativus. Das lange E der ersten und zweiten Person Plur. dürfte hierbei nicht zu übersehen sein; es scheint einen Diph-
thong, oder vielmehr einen dem Griechischen Optativ ähnlichen *
1) s. Hermann De emend. rat. Gr. Gr. p. 205 ff. und zu Viger. S. 740.
Anm. 147. Zw. Ausg. Marthiâäs Ausf. Gr. Gr.§. 512. u.(Her-
mann’s) Beurth. ders. in der Leipz. L. Z. 1807. Stück 110, 111.
Buttmann'’'s Gr. Gr.§. 126. Thiersch Gr. Gr.§. 187. E. A.
2) Vossii Aristarch. Lib. III. c. 8, u. Sanctii Minerv. ed. Bauer I. p. 108..


