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weiter fahren. An demselben Tage räumten die Franzosen auch Limburg, und unter den 12 000 Mann, die am 26. Mai in Langen- schwalbach von der Grafschaft Katzenelnbogen her ankamen' dürfte auch die Einquartierung von Oberlahnstein gewesen sein So herrschte hier zunächst Ruhe. Der Marsch Batthyanis berührte unsere Stadt nicht. Er ging in weitem Bogen über den Wester- wald. Am 16. Juni war er in Giessen; am 27. traf er mit Traun bei Gelnhausen zusammen. Conti stand damals noch bei Höchst. Den vereinigten beiden Heeren war er nicht gewachsen: diese drängten ihn langsam über den Main und an den Rhein; am 19. Juli ging er bei Rheindürkheim auf das linke Rheinufer. Feld- marschall Traun nahm dann im Badischen Aufstellung, General Bärenklau am linken Rheinuter in der Gegend von Oppenheim, und um auch auf dem rechten Rheinufer Frankfurt gegen eine etwaige Streifpartie zu sichern, wurde der hannoversche General Sommerfeld mit einigen tausend Mann nach Biebrich geschickt. Er sollte bier eine Brücke schlagen und Streifscharen bis an die Saar senden. So war Frankfurt völlig gedeckt, und die Wahl konnte am 14. September vor sich gehen. Durch sie bestieg der Gemahl Maria Theresias als Franz I. den deutschen Kaiserthron. Am 4. Oktober erfolgte die Krönung. Um die Winterquartiere erhob sich dann noch ein Streit. Die rheinischen Kreise wollten höchst ungern die Last derselben auf sich nehmen. Der han- növersche General von Sommerfeld hatte schon den Rückmarsch nach Hannover begonnen. Durch die Bitten Trauns liess er sich bewegen. zwischen dem Main und der Lahn Quartiere zu be- ziehen und daselbst die Befehle seiner Regierung abzuwarten. Am 9 Dezember zogen daher Hannoveraner in unsere Stadt ein und blieben annähernd zwei Monate. Die Rechnungen über ihren Aufenthalt sind verloren gegangen, sodass wir über denselben fast nichts erfahren. Nur gelegentlich wird erwähnt, dass Oberst Freudental Hafer empfängt. Besonders beschwerlich war die Zeit für die Bürger jedenfalls nicht. Am 2. Februar verliessen die Hannoveraner die Stadt. Der Krieg spielte sich in den letzten Jahren nur in den Niederlanden ab. Am Rheine löste sich das österreichische Heer auf. Das Korps Batthyanis zog unter Baranyay wieder nach den Niederlanden; es berührte dabei unsere Gegend nicht. Anfangs waren dort die Franzosen unter dem Marschall von Sachsen im Yorteil, da die Engländer mit dem


