Aufsatz 
Lahnstein in den Kriegsereignissen des 18. Jahrhunderts. I
Entstehung
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auf den Höfen und im Walde nicht immer sicher war, haben wir schon gesehen; wir werden aber noch besonders darauf hinge- wiesen durch die Notiz, dass in diesem Jahre dem Jäger für das Abschiessen von 6 Wölfen 3 Gld. Schussgeld gezahlt wurden. 12 Quartale Schatzung waren für das Jahr ausgeschrieben worden davon wurden wegen des durch die Engländer erlittenen Schadens 4 nachgelassen. Dazu kamen dann aber 4 Quartale Winterquar- tiergelder in gleicher Höhe, sodass sich die Gesamtsumme auf 1153 Gld. belief.

Im Jahre 1705 sollte wieder ein gemeinsamer Vorstoss der Verbündeten und zwar an der Mosel stattfinden. Er misslang aber, zum Teil deshalb, weil der Markgraf von Baden an einer Wunde krankte und mit dem oberrheinischen Heere zu spät ein- traf. Auch die Atrtillerie, die bei Coblenz sich sammeln sollte, kam erst spät. Vielleicht bezieht sich auf diese die einzige Notiz, nach der kaiserliche Soldaten hier über die Lahn geschafft werden mussten. Marlborough verliess bereits am 17. Juni mit dem grössten Teile seines Heeres die Mosel und ging nach den Niederlanden, während die pfälzischen und westfälischen Truppen über Bingen und Mainz nach dem Oberrhein marschierten. Weder die Ver- bündeten noch die Franzosen errangen aut irgend einem der drei Kriegsschauplätze einen wesentlichen Vorteil. Wegen der strengen Kälte gingen die Truppen bereits im November in die Winter- quartiere. Die Hannoveraner in englischem Solde zogen unter Bülow über Düsseldorf, Bonn und Coblenz ins Mainzische; die Cavallerie quartierte sich auf dem Westerwalde ein; Hessen lagerten auf dem Hunsrück. Die Truppen blieben diesmal lange in den Winterquartieren. Endlos waren die Verhandlungen zwischen den verbündeten Mächten, ob man am Oberrhein oder an der Mosel oder in Italien den Hauptschlag führen solle. Man kam zu keiner Einigung. Daher herrschte in unserer Gegend zunächst Ruhe. Am 9. und 10. April war der mainzische General von der Leyen hier im Schlosse abgestiegen. Am 15. sandte die Stadt zwei Rekruten, die sie hatte anwerben müssen, mit dem städtischen Wachtmeister nach Mainz. Das Werben war nicht leicht. Zu dem herrschaftlichen Werbegelde von 10 Reichstalern musste die Gemeinde noch für jeden Soldaten 14 Reichstaler zu legen.

Gleichzeitig kam auch die erste Nachricht von anrückenden