Aufsatz 
Lahnstein in den Kriegsereignissen des 18. Jahrhunderts. I
Entstehung
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Stelle kam der Hauptmann von Schwahn, der bereits am 25. März durch Hauptmann von Dacheroth ersetzt wurde. Trotz der Hut der Hannoveraner, von denen zwei Regimenter unter General Hompesch in Coblenz und an der unteren Mosel standen, war man doch vor Streifzügen der Franzosen vom linken Rheinufer aus nicht sicher. Am 28. Januar wurde Ludwig Junker nach Braubach und ins Dinkholdertal geschickt., weil man von dort Alarmschüsse gehört hatte. Am 4. Februar ging ein Bote nach Boppard und auf den Hunsrück, um sich nach den Parteien und ihrer Stellung zu erkundigen. Wenige Tage darauf kam ein sicherer Mann von Rhens, von dem dortigen Pastor geschickt, um anzuzeigen, dass eine Partei gegenüber Lahnstein am Berge liege. Diese Gäste verschwanden wieder, aber die Stadt sandte doch einen Boten nach Cochem, der wegen der Franzosen sichere Nachricht einziehen sollte. Als der Hauptmann von Schwahn am 25. März weggegangen war, verbreitete sich hier alsbald das Gerücht, er sei in der Nähe von Camp durch streifende Franzosen gefangen genommen worden. Es erwies sich als unrichtig. Auf

die damals sehr häufigen Desertionen, die dann eine grosse Un-

sicherheit auf Weg und Steg im Gefolge hatten, weisen auch einzelne Notizen hin. Hauptmann Beaupré liess hier drei französische Deserteure anhalten, von denen einer alsbald im Hospital starb. Am 29. März schickte die Stadt 52 Bürger und Soldaten in den Wald, um in diesem nach verdächtigem Gesindel zu suchen. jeder Teilnehmer erhielt Quart Wein und für einen Kreuzer Brot, daneben noch einen kleinen Imbiss bei dem Verwalter des Ingelheimschen Hofes auf dem Spiess vor Ems, wo die Razzia ihr Ende nahm.

Im Mai dieses Jahres erschien Prinz Eugen mit Verstärkungen auf dem deutschen Kriegsschauplatz. Es war beschlossen worden, dass Marlborough mit einem Teile des niederländischen Heeres an den Oberrhein gehen sollte. Dann wollte man vereint die Franzosen und Bayern angreifen und Oberdeutschland frei machen. Der Plan blieb geheim, und zwar nicht nur vor den Franzosen, sondern auch vor den Holländern, da diese nur un- gern ihre vielen Soldtruppen an den Oberrhein gehen liessen. Sie waren der Meinung, dass Malborough den Hauptstoss gegen die Franzosen an der Mosel vornehmen wolle. Das glaubten diese selbst auch. So begannen denn schon früh in unserer