Aufsatz 
Erzbischof Giselher von Magdeburg : ein Beitrag zur Geschichte der sächsischen Kaiserzeit : 1. Teil / von Arthur Boehmer
Entstehung
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der neuen Organisation garantierte.) Als dieses geschehen war, wandte der um- sichtige Mann seinen ganzen pflichttreuen Eifer, der so oft von den beiden ersten Ottonen anerkannt war, auf das Interesse des dritten Otto. Trotz der Spärlichkeit der Quellen wird ersichtlich, dass Gieselher den politischen Verwicklungen an den westlichen und an den östlichen Grenzen Deutschlands wachsam gegenüber stand. Schon damals hatteErzbischof Willigis von Mainz keinen kräftigeren Genossen in der Reichsregierung, als Gisilher, der sich bei der Pacifikation der slawischen Völkerschaften die grössten Verdienste erwarb.²) Ob unter solchen Verhältnissen Theophano die Ausführung ihrer Restitutionspläne nicht wirklich aufgegeben, erhellt aus den Quellen nicht; ebenso wenig steht es fest, dass Otto III. als er den Wiederaufbau der Merseburger Diöcese betrieb, den Restitutionsgedanken als mütterliches Erbteil übernahm. Dass er vielmehr zu den alten Plänen seiner Mutter durch ganz neue Beweggründe zurückgeführt wurde, soll zu beweisen später versucht werden.

¹) oben p. 27. 2) Ranke, Weltgesch. VII, p. 82.