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Klarer sehen wir die Entwicklung der übrigen Schulen vor uns.
Über den Lehrplan der Musterschule giebt das Programm von 1813. Auskunft. Die Knabenabteilung hatte 8 Klassen, von denen die 3 obersten Realklassen hießen. In der 5. Klasse begann das Französische, die übrigen wissenschaftlichen Fächer waren die der katholischen Realschule. Im Jahre 1826 finden wir nur noch 7 Klassen. Mit, der Berufung des Dr. Kühner zum Direktor trat 1852 eine Reorganisation ein. Die Anstalt wurde eine Realschule mit 9 Klassen; in der 7. Klasse begann das Französische, in der dritten Klasse das Englische. Vom Jahre 1861 an hat die oberste Klasse zwei Abteilungen. Die Schüler der Abtei- lung A sind von 13 Stunden der Abteilung B dispensiert und erhalten dafür Unterricht im Zeichnen(7 Stunden) und in der Mathematik(6 Stunden), der Coeèetus A ist also ausschließ- lich eine Vorbereitungsklasse für junge Leute, die ein Polytechnikum besuchen wollen. Im Jahre 1865 tritt dafür eine Oberabteilung ein, um solchen Schülern, die den ersten Jahres- kurs der Klasse absolviert haben, eine den Handelsberuf besonders berücksichtigende weitere Ausbildung zu gewähren. Es wird hier 6 Stunden Französisch, 6 Stunden Englisch und 1 Stunde Buchführung besonders gelehrt. Die eigentliche Schule ist 1866 eine latein- lose Schule mit 9 Klassen, von denen 2 als Vorschule zu rechnen sind(vergl. Lehrplan Seite 12 und 13).
Der Lehrplan des 1813 zur Volks- und Realschule der israelitischen Gemeinde umge- stalteten Philanthropins schloß sich an den der katholischen Realschule an, nur trat noch Hebräisch und Buchhalten hinzu. Die Anstalt bestand aus 3 Elementar- und 2 Realklassen mit je 2 jährigem Kursus. Das Französische begann mit der 2. Abteilung der 1. Elementar- klasse. Die äußere und innere Organisation war manchem Wechsel unterworfen. Durch Konferenzbeschluß vom 21. November 1830 führte man das Englische in der obersten Klasse ein. Aus dem Lehrplan von 1858 sehen wir, daß in den beiden untersten Klassen Knaben und Mädchen gemeinsam unterrichtet werden, von den 6 gesonderten Knaben- klassen hatte die III. und II. zwei subordinierte Jahreskurse. Das Englische begann in der IIv. Es waren also gewissermaßen 2 Vorschulklassen und 8 Realklassen vorhanden. Später, 1863, wurden die Knaben und Mädchen auch in den untersten Klassen getrennt. Man setzte qas Eintrittsalter auf 6 Jahre fest und richtete insgesamt 9 Klassen ein, so daß 1866 auch diese Schule eine der jetzigen lateinlosen Realschule sehr nahe stehende Anstalt war.
Die 1816 ins Leben getretene Selektenschule bestand aus 3 Klassen mit 2 jährigem Kursus. Sie lehrte auber Französisch, das mit der untersten Klasse begann, noch Lateinisch von der 2. Klasse an. Im Jahre 1820 trat eine neue Klasse hinzu, in der keine fremde Sprache gelehrt wurde, die also als Vorschule anzusehen ist. 1823 wurde das Griechische eingeführt für die Knaben, die später in das Gymnasium eintreten wollten. In dem Lehr- plan von 1831 ist Pranzösisch wieder in der untersten Klasse mit 2 Stunden angesetzt. 1843 beginnt mit der Berufung des Prof. Wedewer zum Inspektor eine Umgestaltung der Schule, die wir bis zu diesem Zeitpunkte zu den lateintreibenden rechnen müssen. Der bis dahin für alle Schüler verbindliche Lateinunterricht wird auf die Gymnasialschüler beschränkt, für die anderen Schüler wird das Französische vermehrt, sowie Englisch ein- geführt. Im Jahre 1864 wurde die unterste Realklasse in 2 subordinierte Abteilungen ge- trennt und das Französische in der unteren Abteilung aufgehoben, so daß 1866 die Anstalt einen Sjährigen Kursus in 5 Klassen hatte. 5 Jahre wurde Französisch, 2 Jahre Englisch
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