Aufsatz 
Studien und Kritiken zur lateinischen Syntax : 1. Teil
Entstehung
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ist die Stelle Ps. Cypr. de singul. cleric. 26 p. 202, 20 quanlum illis fluwa familiaritas potuit displicere, qui compulsi sunt et de ipso Domino loquente cum femina dubilare, nisi eos maiestalis notitia prohata conpesceret. Dagegen scheint sich in den beiden letzten hier anzuführenden Stellen das mangelnde Sprach- gefühl deutlich zu bekunden: Jordan, Rom. 203 actum est, si se iunxisset und Fredegar IV. p. 160, 15 feliciter hacc exercitus absquée ulla laesionem ad patriam fuerunt repeddati, si Arnebertum docem maæime cum seniores et nobiliores exercitus sui per negliencia a Wasconebus in valle Subola non fuissit interfectus.

Zwei ganz eigenartige Stellen mögen zum Schluss hier Platz finden, die ich dem Index zu Corippus von Partsch s. v. ni entlehne, nämlich Just. 2,5 non primum imperia regalia signa recepit, ni sacrata prius supplea oraeula poscens effusis precibus Christo sua vota dicaret und 3, 3 non dulces epulas, non pocula grata petivit, ni patris primum sanctum et venera- bile corpus ornatum exeguiis tumulo mandaret opimis. Niprius und ni primum sind einem priusquam sehr öähnlich; zu vgl. ist auch die schon oben angeführte Cicerostelle, wo eine Gewohnheit so beschrieben wird Font. 30 is vir, quem ne ini- micus quidem satis in appellando significare poterat, nisi ante laudasset.

Können wir also Wimmerers Theorie auch in bezug auf das Perfekt nicht gutheissen, da wir eine durchaus legitime Verwendung des Ind. Perf. auch abgesehen von den Verba des Könnens etc. im Nachsatz des konjunktivischen Bedingungssatzes nachgewiesen haben, so ist seine Beobachtung doch insofern richtig, als das Perfekt in solchem Zusammenhang allerdings viel spärlicher vorkommt, als die übrigen Tempora des Präteritums. Der Grund liegt in der Aktionsart des Tempus. Bezeichnet das Perfekt den in der Gegenwart erreichten Zustand, die in der Gegenwart vollendete Handlung, so liegt es auf der Hand, dass eine Form solchen Inhalts ungeeignet ist, eng verbunden zu werden mit einer Tatsache der Vergangenheit. Dasselbe ist der Fall, wenn das Perfekt eine Tatsache der Vergangenheit vom Standpunkt der Gegenwart aus konstatiert. Weder der Irrealis, noch der Potentialis der Vergangenheit passen zu einem