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ubi saebierat hervorgeht. Einen Grund, diese Stelle dem Alt- latein abzusprechen, sehen wir also nicht. Die Annahme, dass das Altlatein an Stelle des Imperfekts und historischen Präsens das einfachere und schwerfälligere Perfekt bevorzugt hätte, ist eine petitio principii.
An und für sich richtig und wohl zu beachten ist die Beobachtung, dass die Funktion eines Tempus sehr oft durch die umgebenden Satzteile, besonders durch Partikeln beeinflusst wird(vgl. Morris S. 83). So ist ein grosser Teil der Imper- fekta von Temporalpartikeln wie modo, commodum, tum, tunc, primulum, ilico usw. begleitet. Wenn nun aber Wheeler die „unquestionably inceptive force“ verschiedener Stellen auf die Verbindung von Tempus und Partikel zurückführt, so scheint mir seine Interpretation nicht ausreichend. Plaut. Merc. 43. amare valide coepi hinc meretricem: ilico res exulatum ad illam clam abibat patris beginnt mit abibat die Schilderung eines Zu- standes, der bis v. 51 erst durch Imperfekta, dann durch eine Menge schildernder Infinitive beschrieben wird. Wir können uns also den Sinn der Stelle klar machen durch folgende Wieder- gabe: Gleich trat folgender Zustand ein: abibat usw. Der Be- ginn ist nur durch lico ausgedrückt, nicht durch die Verbalform. Dasselbe ist der Fall Men. 1116 nam tunc dentes mihi cadebant primulum und muss von allen Fällen der Verbindung von iam mit einem Imperfekt behauptet werden. Richtig sagt er selbst in Anm. 4, dass das Anfangen bei Plautus gewöhnlich durch coepi c. inf. ausgedrückt wird. Auch müssen wir ihm beistimmen, wenn er einige Stellen des Terenz, wo das Imperfekt an Stelle der erwarteten Konjugatio periphr. steht, dadurch erläutert, dass das zukünftige Resultat in der Lebhaftigkeit des Gedankens schon vorausgenommen wird.
Nächst diesem gewöhnlichsten und ältesten Gebrauch des Imperfekts mit seinen verschiedenen Gruppen nimmt den weitesten Raum ein das Imperfektum consuetudinis, von dem die Mehrzahl der Beispiele dem Charakter der Schrift entsprechend Varro de lingua latina liefert. Die Handlung liegt meist weit hinter dem zeitlichen Standpunkt des Redenden, der starke Gegensatz der Zeiten erklärt die häufige Anwendung der Par-


