Aufsatz 
Studien und Kritiken zur lateinischen Syntax : 1. Teil
Entstehung
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seine Geschichte aufbaut. Drei Viertel der Masse stammen, wie die Tabellen auf S. 196 zeigen, aus Plautus, Terenz und Varro. Drei Hauptarten des Tempus werden unterschieden: 1. das Progressive oder eigentliche Imperfekt, welches wir als das Imperfekt der in der Entwicklung begriffenen oder währenden Handlung zu bezeichnen pflegen, 2. das aoristische, 3. das ver- schobene Imperfekt. Das erstere zerfällt wieder in die drei Gruppen des einfachen Imperfekts der währenden Handlung, das der gewohnheitsmässigen und das der wiederholten Handlung. UÜber die Hälfte der Stellen gehören dem ersten Typus an, der ihm schon deshalb als der ursprüngliche erscheint. Ein Drittel etwa der Beispiele benennt er alsthe imperfect of the immediate past or tbe interrupted imperfect, also das Imperfekt der un- mittelbaren Vergangenheit. Der Sprecher betrachte dabei die durch das Imperfekt ausgedrückten Ereignisse, auch wenn sie eben erst vergangen seien, aus der Entfernung und sehe sie als in genau bestimmten Grenzen verlaufend an. So werde z. B. Plaut. Stich. 328 go quid me velles visecham die Handlung durch das Zusammentreffen unterbrochen und im folgenden Verse nam me quidem harum miserebat setze sich die Handlung in der Gegenwart fort. Ziemlich häufig wird so ibam gebraucht. Ist auch die Beobachtung richtig, so geht doch das, was als Eigen- tümlichkeit dieser Imperfekta bezeichnet wird, lediglich aus dem Zusammenhang hervor. Wenn der Verfasser miserebat übersetzt mitfor I've been pitying(and still pity) these woman, so ist nur die eine Ubersetzung richtig, der Zusatz in der Klammer ergibt sich lediglich aus dem Zusammenhang. Ebensowenig ist zu erweisen, dass der Sprecher Anfang und Abschluss der Hand- lung in Gedanken vor sich sehe. Die Handlung ist nur als sich vollziehend angeschaut. So kann auch Ter. Andr. 657 haec nuptiae non adparabantur mihi nec postulabat nunc quisquam uxorem dare nichts anderes heissen alsdie Vorbereitungen für diese Hochzeit wurden nicht für mich getroffen.

Einwandfrei erscheint auch die Behandlung des Imper- fekts in Schilderungen und Beschreibungen(impf. of situation) nicht. Zuzustimmen ist der Bemerkung, dass statistische Angaben über die Häufigkeit des Vorkommens dieser