parum est vindicare, si delicta summa respiciantur evadere; 2, 38, 3 quibus magis prospicimus, si ad mutuata sustinendo pervenire faciamus.
Von den Bedingungssätzen der Form si sit-erit ist weiter nichts zu sagen, als dass sie überall seltener sind, als die der Form si sit-est, und dass die meisten Sätze allgemeinen Inhalt haben, wie Seneca dial. 2, 7, 4 si quis cum uxore sua tamquam aliena concumbat, adulter erit; benef. 4, 6, 2, si domus tibi donetur, in qua marmoris aliquod resplendeat et tectum nitidius auro aut coloribus sparsum, non mediocre munus vocabis, oder Quintil. Prooem. 20 quod si non contingat, altius tamen ibunt, qui ad summa nituntur; 3, 6, 16 is enim si dicat vnon feci“, coget adversarium coniectura uti usw.
Fassen wir die Hauptsachen der Untersuchung zusammen, so hat sich ergeben, dass sowohl der rhetorische wie der Kompinationstypus der Form si sit-est nach der archaischen Zeit nur eine ganz geringe Ausdehnung haben. Neben der Gruppe der konzessiven Sätze und derjenigen mit einem Modali- tätsverbum im Nachsatze tritt am stärksten im alten und klassischen Latein hervor der Konjunktiv der unbestimmten 2. Person in Sätzen, die einen allgemeinen Gedanken oder eine wiederholte Handlung ausdrücken. Neben diesen Konjunktiv der 2. Person tritt aber seit der klassischen Zeit auch der Konjunktiv der 3. Person in den Sätzen gleicher Art, und in nachklassischer Zeit tritt ihm gegenüber der der 2. Person in den Hintergrund. Das Fehlen des Konjunktivs der 3. Person in Sätzen allgemeinen Inhalts im Altlatein dem Zufall zuzu- schreiben geht schwerlich an, da sowohl bei den alten Drama- tikern wie bei Cato und Varro ausgiebige Gelegenheit zur Ver- wendung dieses Typus war. Da diese Gelegenheit nicht benutzt worden ist, so muss man annehmen, dass der Konjunktiv in dieser Art von Sätzen noch nicht üblich war.
Für das Altlatein hatten wir seinem vermuteten Ursprung nach die Beispiele von der Form non satis est, nisi als einen besonderen Typus aufgestellt. Da, wo er im Spätlatein vor- kommt, wie Salvian gub. d. 6, 29 nobis autem ridere et gau- dere non sufficit, nisi cum peccato atque insania gaudeamus,


