Aufsatz 
Der Rheinstrom : eine geographisch-historische Abhandlung / vom ... Dommerich
Entstehung
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fließe von O. nach W., von den Alpen in den Ocean. Er mußte den Rhein auch für einen großen, breiten und tiefen Strom halten, da er ſagt, der Rhein ſchütze Gallien wie der Ocean, die Pyrenäen u. die Alpen (bell. Jud. II, 16: aA*⁴α εομ eiye ztds is dνouαe ⁴μςεdονα‿οοα 1ue⁴νιμι ττιαοε⁶eννευιν, εαιινu Iældras eονη εονςν oτιυνι μeι z qudece zereiedαοενος, d5 dατιςσμννταά emωκs, 10ds 3e dοσιν Hνκ πωπνι, uεονιμου‿ονσdε rονέο HLεενναάαοσ ⁶οροειν 62lme ε ετ⁶ς eωςι⁴ιαες). 11.(15) Statius hat silv. V, 1, 127: tecum gelidas comes illa per Arctos Sarmaticasque hiemes Istrumque et pallida Rheni Frigora.(Vgl. oben die Bemerkung bei der Stelle aus Lucan.) 12.(16) Tacitus läßt den Rhein auf den Alpen entſpringen, auf der Gränze zwiſchen Gallien und Deutſchland fließen u. in den nördlichen Ocean münden(Germ. 1: Germania omnis a Gallis Raetisque et Pannoniis Rheno et Danubio fluminibus separatur. Rhenus

Raeticorum Alpium inaccesso ac prae- cipiti vertice ortus, modico flexu in occidentem versus, septentrionali oceano miscetur). Daraus dür⸗ fen wir wol ſchließen, daß Tac. annahm, der Rhein fließe nach N. Er fügt noch hinzu, der Strom mache unfern ſeiner Quelle eine kleine Biegung nach W., unter der wol der weſtliche Lauf von Konſtanz nach Baſel zu verſtehen iſt. Was die Schiffbarkeit des Fluſſes anbetrifft, ſo erzählt Tac., daß die Römer wenig⸗ ſtens auf dem Unterrhein ganze Flotten hatten, z. B. an. II, 6.(cf.§. 4. Tac.: fossae Drusianae.) Als beſondere Merkwürdigkeit führt er an: 69 n. Chr. war der Rhein ſo ſeicht, daß Schiffe kaum darauf fah⸗ ren u. Menſchen ihn durchwaten konnten(hist. IV, 26: Rhenus incognita illi coelo siccitate vix navium patiens: arti commentus: dispositae per omnem ripam stationes, quae Germanos vodo arcerent). Er erwähnt ferner die reißende Schnelligkeit des Laufes(an. II., 6. Siehe§. 4. Tac.) Nach Tac fließt der Rhein anfangs auf den Alpen(Germ. 1). Von den oſtrheiniſchen Hochländern erwähnt er das Abnoba⸗ Geb., d. i. den Schwarzwald(Germ. 1: Danubius, molli et elementer edito montis Abnobae jugo ef- fusus etc.), ferner die Hereynia silva, die er nach N. bis an die Südgränze der Catten(Germ. 50: Ultra hos[die Bewohner des Decumatenlandes] Catti initium sedis ab Hereynio saltu inchoant), nach W. jedoch nicht dicht bis an den Rhein ſich erſtrecken läßt, da er ſagt, die Helvetier wohnen zwiſchen derſel⸗ ben u. dem Rheine. Vielleicht hatte er alſo ſchon eine dunkle Vorſtellung von der oberrheiniſchen Tief⸗ ebene(Germ. 28: Igitur inter Hereyniam silvam Rhenumque et Moenum amnes Helvetit, ulteriora Boii, Gallica utraque gens, tenuere.) Es läßt ſich nicht mit Gewißheit angeben, ob er die Abnoba als ein Gebirge annahm, wodurch die Herc. s. vom Rheine getrennt wurde, oder ob er die Abnoba nur als einen Berg der Herc. s. ſich dachte. Tac. nennt ferner den Taunus, an deſſen Fuße er wahrſcheinlich den Rhein fließen ließ, da er den Taunus zwiſchen den Catten u. dem Rheine annimmt.(an. I. 56: Igi- tur Germanicus IV legiones, Caecinae tradit: totidem legiones ipse ducit: positoque castello super vestigia paterni praesidii in monte Tauno, expeditum exercitum in Cattos rapit. German. brach vom Rheine auf.) Von den weſtrheiniſchen Gebirgen nennt Tac. den Bözberg bei Aarau im N. O. des Jura (hist. I, 68: Ipsi[sc. Helvetii] in medio vagi, in montem Vocetium perfuagere) u. die Ardennen im Lande der Trevirer(an. III, 42: petebant saltus, quibus nomen Arduenna). Vielleicht kannte Tac. ſchon die vulcaniſche Natur der Eifel, da er erzählt, im Lande der Ubier wären 58 n. Chr. Flammen aus der Erde hervorgebrochen, die nur mit Mühe hätten gelöſcht werden können(an. XIII, c. 57: Nam ignes terra editi villas, arva, vicos passim corripiebant, ferebanturque in ipsa conditae nuper Coloniae ſ d.hh Cöln] moenia: neque exstingui poterant etc.). Von dem Flußbette ſagt Tac. an. II, 6: Nam Rhenus uno alveo continuus aut modicas insulas circumveniens, apud principium agri Batavi velut in duos