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dem Namen Rein de Toma herab. Später heißt er Vorderrhein. Die Quelle liegt etwa 40 Meilen vom genueſiſchen und 50 M. vom venetianiſchen Golf entfernt. An der Weſtſeite des S. Gotthard, alſo der Rheinquelle benachbart, entſteht die Rhone aus dem Rhoneglättſcher.
Man ſagt gewöhnlich, aber wol mit Unrecht, der Rhein entſtehe aus 3 Quellen. Die beiden andern Quellflüſſe ſind nach richtigerer Bezeichnung Nebenflüſſe. Der ſo genannte Mittelrhein iſt noch dazu ein unbedeutender Bach. Der Hinterrhein entſpringt unter 26° 47 O. L. und 46⁰° 20/ N. Br. zwiſchen dem Bernhardin und Piz⸗Valrhein in Graubündten etwa 45 Meilen vom venetian. Golf entfernt und fließt dann am Fuße des Splügen hin. Die Quelle der Maira, die in den Comerſee mündet, liegt am Weſt⸗ abhange des Malvia⸗Berges in Graubündten, an deſſen Oſtſeite der Inn, der eigentliche Hauptquellfluß der Donau, entſteht. Die Quellen beider Fluͤſſe ſind alſo der Quelle des Hinterrheins nahe. Die Adda⸗ quelle dagegen liegt weiter entfernt am Wormſer Joch.
Anſichten der Alten.
1. Wenn(2) Cäſar auch wol nicht(ef.§. 2, Lauf des Rheins. 1. Cicero), wie freilich gewöhnlich angegeben wird, der erſte Schriftſteller iſt, der den Rhein erwähnt, ſo hat er doch jedenfalls das Verdienſt, zuerſt genauere Nachrichten über den Fluß gegeben zu haben. Er konnte dies auch, da er Gallien bis an den Rhein eroberte und der erſte römiſche Feldherr war, der den Fluß mit einem Heere überſchritt.¹) Vor Cäſar mochten die Römer von demſelben wol wenig mehr als den Namen kennen. ²)— Cäſar ſagt: der Rhein entſpringt auf den Alpen im Gebiete der Lepontier(b. G. IV, 10. Rhenus autem oritur ex Lepontiis. qui Alpes incolunt). Es iſt nicht unwahrſcheinlich, daß er auf ſeinem Zuge von Gallien aus gegen die Piruſten an der Rienz ³) durch das Land kam, in welchem ſich die Rheinquelle befindet.
2.(7) Strabo behauptet, der Rhein entſpringe aus mehren Quellen auf dem S. Gotthard in den Alpen bei den Helvetiern nicht weit von der Quelle der Rhone und der Adda. Er dachte ſich die Rhein⸗ quellen auch dem hercyniſchen Walde und der Donauquelle nahe; offenbar jedoch zu weit nach O. u. S., da er Rhein⸗ und Addaquelle nahe bei einander und(cf.§. 3, Lauf des Rheins. 5. Strabo) die Donau⸗ quellen etwa 1000 Stadien(= 26 ½¼ M.) vom Winkel des adriatiſchen Meeres und eine Tagereiſe nörd⸗ lich vom Bodenſee liegen läßt.(Strabo B. IV, e. 6,§. 6: Andeνα Tinuν,„ di νι ⁶ ο⁴αυ⁶⁸ qéͦOerat, v2ν ,ᷓwVknp rαααο. 0⁴ν ναιειν ϑε τοιπνπĩQ°⁶ε zo Pyrou α nyyat, odd' σdoudas 16 6008,&E 00 Oei„α Pijros enl 1ds dοντονςι ναά ⁶ Mdèouag elg zdvxνt εραα⁴ωωνάάcte.— Strabo V. e. 1,§. 6: 1 dε QQ8 à0en(Se. 6 ℳ⁴oεας ττοαπτιωσ⁴ςο) 16 AdOdα οεν, dο να d Pios. — Strabo IV, e. 3.§. 3: T* dνO επ⁴ τ νννρm2τρσ³᷑εοιeZe emπ⁴⁶ετυν οιαονισέιν Elounrrio, ανν ols eigiꝝ ττμντον οπιαοωτωνν εν τ t2Rονς ⁶οι*. 0010 d'edrl 1εοςσ τιινεᷣνσOηέόέ, 6eν να tdοας els ⁴eαννκν⁴αα ⁴μοιν õ'e ete. Nach der Ausgabe von Kramer.— Die letzte Stelle iſt emendirt). Strabo
1) Dio Caſſ. B. 39, C. 50. Siehe die Stelle§. 3, Lauf des Rheins. 15. Dio Caſſ.— 2) Dio Caſſ. läßt(B. 11, Cap. 42) den Antonius in der Leichenrede auf Cäſar ſprechen: erri ³⁴ε ο ο⁶ςασ⁶ς te 16οο, 00* Oαos, zut MoGas, zul iyoos, 2 Ppos α, 2d ‿εανσς.⁴ισ.„d⁴dο ⁴⁴ τ⁴ς εmπσ— 2uuſεις deodopres enαeνομεν α⸗τ‿ εdναμ, 1ο⁹ Huν τπυοοταηεsοeꝓνακσεαν 81x⁴‿ ³ινν ⁴⁴ ν & ννυστα, π⁹ed de 1d ιeσ⁵⁶ιεοειννναα να z² 11 lεꝓαᷣοeπεεᷣia ²α α τ μνααον 00„g, r1011ς.— Ciccero(or. de prov. cous. c. 15) ſagt von Cäſar: quas regiones, quasque gentes
nullae nobis antea literae, nulla vox, nulla fama notas fecerat, has noster imperator, nosterque exercitus——— peragraruat.— 53) Caes. de b. G. V, 1.


