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beziehen, und solche, in welchen eine Mischung der Attribute beider Motive versucht ist. Die Einführung Athenes im 13. Buche, durch welche bereits eine derartige Verschmelzung der Elemente der verschieden gearteten Gedichte angebahnt war, zwingt uns zu einer solchen Entscheidung, für welche sich ein sprechender. Beleg wieder im Folgenden findet. Athene ist es, welche die Freier antreibt, ihrem Schützlinge neuen Schmerz zu bereiten ¹). Eurymachus verspottet den Bettler wegen seiner Glatze ²); es entsteht zwischen beiden ein Wortstreit, und Odysseus erklärt:„Eurymachus, du prahlst,
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worauf dieser entgegnet, er werde ihn bestrafen, weil er so übermüthige Reden führe ο.ν⁶υↄῦ₁Be Ler' dAνν˙ρ⁴ἀ˙σφ ⁴²), und mit einer Fussbank, ohne ihn zu treffen, nach ihm wirft ⁵). Hier haben wir den sprechendsten Ausgleichungsversuch zwischen der Vielheit und geringen Anzahl der Freier, wie derselbe uns schon II, 240 ff. begegnet ist 6), nur mit dem Unterschiede, dass an unserer Stelle kein Versuch gemacht worden ist, die Lesearten zu ändern. Telemach ermahnt endlich die Uebermüthigen, Ruhe zu halten und nach Hause zu gehen, worauf Amphinomus von der Misshandlung des Bettlers und der Sclaven abräth, und sich alle nach Spendung des Weihetrunkes nach Hause begeben. Die Verse 426 f. widersprechen sich deshalb, weil lov Ledundea olyoy in 426 das Nehmen des Weihetrunkes, dagegen lov 6σν ꝙmᷣde Suμας die Masse des genossenen Weines bezeichnet. Die Freier mussten sich nach der Spende sofort nach Hause begeben, wenngleich der letzte Vers sich nicht auf die Vielheit der auswärtigen Freier beziehen kann 7). Es folgten auf 304— 306 sofort 427 f., wie es in ähnlicher Weise I, 421 ff. geschieht. Dass Vers 1— 50 des 19. Buches ein Ausgleichsversuch wegen I, 127 ff. und XXII, 24 ff. sind, wurde oben bemerkt; sie stehen innerhalb desselben Rahmens³); Odysseus wird von seinem Sohne im Wegschaffen der Waffen unterstützt, die Er- kennungsscene also als bekannt vorausgesetzt, Athene leuchtet ihnen bei der Arbeit?), und der Bettler schickt endlich den Jüngling zur Ruhe, weil er Penelope und die Mägde prüfen will 10=). Beim Erscheinen seiner Frau droht Melantho ihm zum zweiten Male, und zwar will sie ihn mit einem Feuerbrande werfen 1¹¹). Der Bettler glaubt, dass sie ihm wegen seiner schäbigen Kleidung zürne, vertheidigt sich mit Worten, die theilweise aus einer andern Stelle genommen sind ¹²), und weist auf die Bestrafung durch den erwachsenen Telemach hin ¹³). Dass endlich hier Eurynome den Bettler bedient 1⁴), bezeugt zur genüge, dass der auf der Erkennungsscene beruhende Einschub, welcher durch XVI, 281— 298 nicht sehr glücklich motivirt wird, später eingefügt ist. Es bleiben demnach als echt übrig: 51— 64.
Odysseus lehnt es ab, der Königin seine Abkunft zu berichten, worauf ihm diese ihr Leid klagt. Ihre Rede ist von Versen des zweiten Gedichtes zersetzt; denn 130— 133 sind= I, 245— 248 und Sérnvrau, e eioroue 05 cegoyro ¹5), und 157— 161, welche auf das Drängen ihrer Eltern auf Wiederverheirathung und die Mündigkeit ihres Sohnes hindeuten, sind desselben Ursprungs wie die Ein- gangsverse des 15. Buches. Die Verse 139— 152 dagegen, welche II, 94— 107 sich ebenfalls finden, sind an unserer Stelle ursprünglich, weil die Telemachie jüngeren Datums ist, als die übrigen Haupttheile der Odyssee. Aus der Ursprünglichkeit der Stelle ist es zu erklären, dass Penelope gegenüber XVII, 528 ff. hier z. B. ihren Gemahl wieder gemäss den Attributen des ersten Motives für todt hält¹G). Auch findet der Widerspruch, dass sie hier weder um Gastfreunde, noch Schutzflehende, noch Herolde sich zu kümmern vorgibt ¹⁷), was einer Reihe anderer Stellen widerspricht ¹s), in der ursprünglichen Verschiedenheit der drei Gedichte seine Lösung. Demnach müssen 130— 133 und 157— 161 als spätere, der Ausgleichung halber eingeschobene Zusätze entfernt werden, und es bleiben übrig 103— 129, 134— 156. Es ist falsch, wenn Penelope sagt, sie besitze kein Ausfluchtsmittel mehr ¹⁹);
¹) 346 ff. ²) 354 f. ²) 382 f.*) 389 f. ⁵) 394 fl. ⁶) S. Progr. von 1874, S. 12 f.*) 428.& G π G 96 μέάόαι εμ᷑ τααοα ³) XIX, 1 f.= 51 f. ¹⁴) 33 fl. ¹⁰) 44 ff. u) 65 ff. u) 75— 80= XVII, 419- 424. ¹) 85 ff. ¹n) 96 ff. ¹⁵) Vergl. Schol. z. Stelle. ¹³) 141. ¹n) 134 ff. ¹s) I, 414 fl, XIII, 381 fl., XIV, 124 ff., 378 ff.") 157 fl.


