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veranlasst Penelope vor den Freiern zu erscheinen, um denselben Geschenke zu entlocken. Hier bedient Eurynome die Herrin, deren Sohn erwachsen ist. Kummer und Thränen haben ihre Schönheit beeinträchtigt, weshalb Athene freigebig sie mit Liebesreiz schmückt, so dass der Freier Gemüth aufs tiefste erregt wird ¹), und Antinous erklärt, wenn die Mänmner Griechenlands sie erblickten, würde die Zahl der um Minne wer- benden noch grösser sein 2). Die anmuthstrahlende Penelope wendet sich zunächst an ihren Sohn und macht ihm, dem Erwachsenen, Vorwürfes), dass er die Misshandlung des Fremdlings zugelassen habe, welche nach 224 im Herumzerren(rorawruc) bestand. Freilich hat man in gezwungener Weise dies Wort mit „Entehrung“ wiedergeben und auf den Wurf des Antinous beziehen wollen ⁴); aber der Scholiast erklärt es mit&Aæομο, an zweiter Stelle mit ααι.ρμν ⁵), und Eustathius sagt 6): Pvorazrde i inla,
6 Bialοs ε α6: O5 rd Söli oτdeεεtν ενένrmυνμι τoοννπων. Dass dies voτ⁴αeςεs wörtlich zu
verstehen, ergibt sich aus andern Stellen der Odyssee, z. B. XVI, 109 und XX, 319, wo solches den Sclaven und Dienerinnen droht, und aus XVI, 274 ff. wo Odysseus sagt:
el de'³ντιειμσωσιον Ʒ⁶eσ m᷑⁴ανρια, ν idonr xn rerνι εν σάmν̈εέσσο αω κο νονουοο εέmρμεεo,
dy xeg al dd ue e rdt ügee 5 86 à6κ p⁴eπ⁴μαιε οι 5εα⁵ςαοωσν εφρεα˙α.
Belege für den letzteren Fall finden sich in XVII, 462 ff. und XX, 299 ff., für ersteren aber in der ganzen Odyssee nicht. Und doch setzt unsere Stelle einen solchen Vorgang voraus; sie nimmt auf etwas Bezug, wovon nichts erzählt wird; sie gehört demnach nicht in die echte Odyssee hinein, und jene Erklärung, pporπzru bedeute hier„Entehrung“ ist ebenso falsch, als wenn man Jl. XXIV, 755 poreνeomαsv mit„entehrte“ wiedergeben wollte. Zum Troste der Erklärer können wir aber hinzufügen, dass es allerdings Leute gegeben hat, welche das Unpassende und Unerquickliche des ganzen Einschubs sehr wohl einsahen. Mit der Aenderung von el xa in er ro, das vier Handschriften bieten ⁷), war wenig gewonnen, der Sinn blieb derselbe; dagegen haben fünf ex xre, und Eustathius sagt ⁸): el re Eer„ος N el rie Seενοςσε αοQQM J³ οαςεuα, und damit war allerdings soviel gewonnen, dass durch das Nichtssagende des so erzielten Ausdrucks die Sache nicht auf Odysseus bezogen werden konnte. Die Autorität Aristarchs scheint hier nicht durchgedrungen zu sein, oder ob ihn etwa al XG⁴αοαιέοσπσεραασι auch einmal im Stiche liessen? Doch warum noch weitere Beweise für den fremdartigen Ursprung des ganzen Buches anführen, da in den Versen 259— 270 das Motiv jenes zweiten Gedichts, aus welchen alle diese Scenen entnommen sind, liegt? Penelope verlangt von den Freiern Geschenke ⁹), worüber ihr Gemahl sich sehr freut ¹⁰), zumal diese sofort dazu bereit sind und ihre Diener nach Geschenken entsenden ¹¹). Der Abend bricht ein, aber die Feuerbecken genügen nicht, wie XIX, 63 ff., sondern die Mägde erscheinen, um zu leuchten ¹²). Odysseus ermahnt diese, sich zu ihrer Herrin zu begeben und erbietet sich den Freiern zu leuchten. Doch Melantho, des Melanthius Schwester, schmäht den Herrn, weil sie aus der Nähe ihres Buhlen Eurymachus weichen soll 13). Die aus 390— 393 entnommenen Verse 330— 333 ¹4), und die später geschilderte Bestrafung der untreuen Mägde ¹⁵) sind speciell Eigenthum des Verfassers der Erkennungsscene, dem überhaupt diejenigen Stücke angehören, die sich auf den zwischen Vater und Sohn verabredeten Plan
¹) 212 f. ²) 245 ff. ³²) 215 ff. ⁴) XVII, 462 ff., vergl. Düntzer zu XVIII, 221. ³) Schol. XVIII, 224. ⁴) 1844, 47 ff. ⁷) La Roche V. L. ³) 1844, 45 f. ⁹) 274 ff. ¹⁰) 281 ff. ¹¹) 291. Auch hier darf kein Anstoss daran genommen werden, dass der Dichter so spricht, als habe jeder Freier einen Herold entsendet(291); denn er nennt sofort zwei Diener des Eurydamas(297), und einen des Pisander(299 f.); ¹²³) 310 ff. ¹³) 324 f. ¹⁴) Vergl. Schol. zu 330. ¹⁵) XXII, 420 ff., 440 ff., 457 ff.


