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der Erkennungsscene fremder Zusatz bezeichnet werden. Die Verse sind vielfach andern Stellen entnommen; 80 39— 42 aus XVI, 15, 22— 24; 48 f. aus IV, 750 f.; 56 ist= XV, 543; 57= XIX, 29; 62— 64= II, 11— 13; 69= II, 254; 74= XVI, 460; 78= JI. II, 252; zu 82 vergl. II, 165; 87— 89= IV, 48— 50;. 91— 95= I, 136—140; 98 f.= I, 194 f.; 101— 103= XIX, 594— 596, woselbst sie allein wegen der Tageszeit passen. Der Hinweis auf die Menge der Freier ¹), sowie die Erwähnung des längst vom Cyklopen verschlungenen Antiphus ²) und die Andeutung des zweifelhaften Ausgangs des von Vater und Sohn be- schlossenen Unternehmens ³), sowie der zwischen 160 und XV, 499 ff. bestehende Widerspruch beweisen, dass der Verfasser zwar die Attribute des zweiten Motives beachtete, aber wegen des letzten Punktes nicht mit dem der Erkennungsscene identisch sein kann. Es kommt dazu, dass nach dem Scholiasten 4) 150— 165 rale zolνοrsæs wegen dieses Widerspruchs àSeroövroi, wenngleich röug Taptsorégots obron u6„ο 0 8(160 f.) athetirt waren. Natürlich wurden nach Einschub von 45— 106 und 150— 165 die beiden störenden Verse 96 f. nöthig. Zu bemerken ist noch, dass die über Odysseus mitgetheilte Nachricht, wie früher für den Sohn, so hier für die Entschliessungen Penelopes gänzlich ohne Wirkung bleibt. Die Schil- derung des Treibens der Freier, welche sich mit 166 an 149 anschliesst, entspricht bezüglich des von ihnen verzehrten Schlachtviehs völlig der Darstellung, wie sie von Eumäus XIV, 100 ff. gegeben wird 5). Wenn dagegen sich Eumäus erst auf den Befehl seines jungen Herrn beruft, dass er den Bettler in die Stadt geleiten solle, und dabei des dem Odysseus einst entfallenen ⁶) Stabes gedacht wird?), so ist diese Stelle wegen ihres Zusammenhanges mit der Erkennungsscene zu entfernen, wenngleich hier zum ersten Male wieder auf den schmutzigen Ranzen des Bettlers hingewiesen wird. Es fehlten demnach 184—199, und 200 schloss sich an 183; es genügt völlig der Hinweis auf das schäbige und ärmliche Aussehen des alten, schwächlichen Mannes in 201 ff. Die Einführung des Hirten Melanthius nebst zweien ihn begleitenden Genossen muss als eine verunglückte bezeichnet werden s). Zwar ist er der erste untreue Diener des Königs, der in der Odyssee auftritt und thatsächlich sich an seinem Herrn vergreift, gehört also der Ausführung des zweiten Motives, speciell der Erkennungsscene an, dennoch wird er hier zur unrechten Zeit erwähnt, weil nach 180 ff. die Freier bereits gespeist haben mussten, als er und seine Gefährten mit den Ziegen, die für die Haupt- mahlzeit bestimmt waren, ankam ⁹). Im Verlauf der Scene eröffnet Melanthius dem Odysseus die Aussicht, dass sein kahles Haupt die Zielscheibe manches Wurfes der Freier sein dürfte, und versetzt ihm selbst einen Fusstritt, wodurch Eumäus so bewegt wird, dass er mit lauter Stimme die Götter um Rückkehr seines Herrn anfleltt 10). Der rohe Hirt ist aber von dem Tode desselben so fest überzeugt, dass er wünscht, Telemachs Tod möge ebenso sicher sein 1¹). Ohne seine Ziegen anzubinden ¹²), eilt Melanthius in den Palast und lässt sich dem Eurymachus gegenüber nieder ¹³), dessen Zuhälterin des Hirten Schwester ist ¹⁴). Man sieht, sowie der Einfüger der Telemachie stets Rücksicht auf den Ausgleich vorhandener Widersprüche nahm ¹⁵), so ist hier bei der Einschaltung von Stücken des auf dem zweiten Motive ruhenden Gedichtes eine Mischung mit Attri- buten des ersten insofern vorgenommen worden, als Melanthius an die vom Tode des Odysseus verbreitete Nachricht glaubt. Selbst die Nennung des Sängers Phemios ohne nähere Bezeichnung ¹⁶) bezweckt die Er- weckung der Meinung, als ob dieser Name noch ebenso frisch in der Erinnerung des Lesers sei, wie I, 154 ff. 325 fl., während er XXII, 330 f. merkwürdiger Weise mit seinem vollen Namen Te Hmνπτιι⁴ν—νσιςι ειοσςι genannt wird, so dass die Vermuthung nahe liegt, diese Stelle sei die Quelle jener anderen. Das Folgende hängt auf das engste mit der vorhergehenden Scene zusammen. Wunqderlich ist der Zweifel des Eumäus, wer von ihnen beiden zuerst den Palast betreten solle ¹⁷), da ja Melanthius sie zusammen gesehen hat und sie später
¹) 67 v0 u» 37110„. ²) 68, vergl. II, 15 ff. ³) 77 ff. ⁴) Schol. XV, 150, vergl. zu 160 f. ³⁵) 180 ff. ⁶) XIV, 31.*²) 195 ff. ³) 204 ff. ⁴) 212 ff. ¹0) 221— 246. ¹u) 251 ff. ¹²) 255, vergl. XX, 176 f. ¹⁸) 255 ff. ¹⁴) XVIII, 325 ff. ¹⁸) XVI, 71 f., wo er sich im Gegensatze zur Telemachie und Stellen wie XVIII, 228 f., XIX, 19, 86, 530, XX, 310, XXI, 131»goα nennt. ¹⁶) 262 f. u) 274 ff.
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