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bedient werden ¹); in der Telemachie sind die Freier ebenfalls aus Ithaka, haben aber das mannigfaltigste Dienstpersonal ²), folglich steht auch in diesem Punkte unsere Stelle im Gegensatze zu allen übrigen.
Die von Odysseus gemachten Vorschläge sind folgende: Eumäus soll, wenn Telemach sich am nächsten Morgen entfernt hat, ihn, den Bettler, in die Stadt führen, Telemach die Misshandlungen seines Vaters seitens der Freier, möchten sie nun mit Geschossen nach ihm werfen oder ihn an den Füssen durch das Haus zerren, geduldig ertragen, höchstens ihnen ihr frevles Treiben verweisen, ferner keinem der Bewohner des Hauses etwas von der Rückkehr seines Vaters sagen, endlich wollen beide die Treue der Diener und Dienerinnen prüfen ³). Telemach ist mit den Vorschlägen einverstanden, wünscht aber, dass sein Vater keine Zeit mit der Prüfung der Diener auf dem Lande versäume und den Kampf sofort beginne 4). Die Stelle 281— 298, welche von der Entfernung der Waffen handelt und mit demselben Verse, wie der folgende Be- fehl eingeleitet ist ⁵), ist spätere Zuthat und nach XIX, 1— 50 gebildet. Denn hier gibt Odysseus den Auftrag wörtlich, nicht durch einen Wink; auch gedenkt er nicht der genommenen Rücksprache. Veranlasst ist jener Einschub durch I, 127 ff. und XXII, 24 f., wo der Waffen im Männersaale gedacht wird. Man hat durch ihn die Entfernung derselben zu motiviren gesucht. Auch hier muss wieder, wie oben, darauf hin- gewiesen werden, dass von einem Herumzerren des Odysseus an den Füssen ebensowenig wie von einem unziemlichen Schleifen der Weiber seitens der Freier später die Rede ist ⁶). Ebenso ist der in die Treue der Diener und Dienerinnen gesetzte Zweifel erst hier zum ersten Male betont, und es steht diese Stelle selbst mit der Darstellung des Einfügers der Telemachie im Widerspruch ⁷).
Während Vater und Sohn in der Hütte des Sauhirten ein fröhliches Wiedersehen feiern, fahren die Gefährten Telemachs auf dem Schiffe nach der Stadt, und hochherzige Diener sollen die Waffen und Rüstungen aus demselben geschafft haben). Nun hatte Telemach weder selbst eine Lanze, noch seine Gefährten Waffen und Rüstungen mitgenommen, auch von Dienern ist keine Rede ⁵). Einerseits erhellt die Zusammengehörigkeit dieses Stückes mit dem Vorhergehenden daraus, dass der von den Gefährten an Penelope abgesandte Bote und Eumäus sich treffen, und beide vom Dichter in seinem Berichte zusammengefasst werden ¹⁰), andrerseits ergibt sich aus dem Umstande, dass durch die Theoklymenosscene ¹¹) eine Wendung in den Sympathien für den Freier Eurymachus eingetreten ist, und hier in das Haus des Klytios die Geschenke des Menelaus gebracht werden ¹²), dass jene mit unserer Scene im engsten Zusammen- hange steht. Sie dient zum Ausgleich der Differenzen zwischen jenen Stellen, wo Eurymachus als der Freier geschildert wird, der die meiste Aussicht hat, Penelopes Hand zu erhalten, und denjenigen, wonach alle Freier fallen, und Amphinomus Penelope am meisten gefällt 13). Mit diesem neuen Freier kommt eine stattliche Reihe von neuen Namen zum Vorschein ¹⁴), und mit ihnen tritt auch die zweite Hauptdienerin Eurynome auf 1⁵). Dadurch dass der von Telemachs Gefährten abgeschickte Bote die Rückkehr des jungen Herrn laut verkündet, erfahren die Freier, dass ihr Anschlag missglückt ist 16). Ihre Genossen kehren zurück, und aus Furcht vor der Rache Telemachs und dem Zorn der Ithakesier schlägt Antinous vor, entweder diesen, der erwachsen und verständig sei, zu tödten, oder des Odysseus Haus zu verlassen und privatim mittels der Geschenke um Penelopes Hand zu werben ¹⁷). Aber der Vorschlag des Amphinomus aus Dulichium, von den
¹) XX, 253 ff. ²) Vergl. I, 109 ff., 136 ff., 146 ff. ²) XVI, 270— 280 u. 299— 307.*) 309— 320. ³) 281= 299. ⁶) 276, vergl. 108 f.*) IV, 719 f., XVII, 33 ff., XXI, 234 f. ⁸) 326. ⁹) Vergl. II, 410 ff., wo die Gefährten selbst alles aufs Schiff bringen; auch werden II, 408 die Gefährten zαο mτᷣↄw«"ree genannt, im Gegensatze zu der ein- geschobenen Stelle 402, wo sie&uxαν*⁷αιες heissen, auch in 349— 358 steht nichts von Waffen. ¹⁰) 333 ff. ¹¹) XV, 222— 291, 508— 557. ¹²) XV, 16 f. vergl. 518 ff., wo alsdann durch die Deutung des Wunderzeichens Telemach zu dem Gesinnungswechsel(539 ff.) veranlasst wird. ¹³) Vergl. Anmerkung 12 und XVI, 394 ff., vergl. IV, 684 ff., XXII, 41, 60 ff. ¹⁴) S. Progr. von 1874, 8. 12, Anmerkung 2. ¹⁵) XVII, 495, XVIII, 164, 169, XIX, 97, XX, 4, XXIII, 154, 289, 293. ¹⁶) XVI, 336 ff. ¹⁷) XVI, 371 ff.
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