Aufsatz 
Das doppelte Motiv im Freiermord oder der ursprüngliche Schluss der Odyssee / von Adam
Entstehung
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Apollofeste drei Eber, Ziegen, Schafe und eine Kuh geschlachtet werden; auch der Verfasser von XVII, 171 f. hat unsere Stelle im Auge, wenn er sagt: νπν Ʒενπσντσοσσ εᷣꝓνπανννννααά ε̈ᷣπν*μνe uiοα r⁴ντοεν Ae, O? S'iοeοων? 6 ⁴ςοσ ππιςσ...

ebenso wird XX, 187 f. der ο˙ Su⁷πes gedacht, welche das Vieh vom Festlande herüberschaffen mussten, wie es die Schilderung in XIV, 100 ff. verlangt. Ueberhaupt stimmen die Stellen XVII, 180 f. und XX, 250, wo die Freier dοςα, 805», lya und Gανονασα opfern, mit der Erzählung des Eumäus überein; abweichend davon ist XVII, 535= II, 56, wo goëc, drς und mioves l⸗εs aufgezählt werden. Es werden statt der Kuh Rinder genannt, und die Schweine gar nicht erwähnt, so dass diese beiden Stellen völlig von den übrigen abweichen. Dagegen ist auch I, 93 und IV, 320 der Ziegen, Schafe und Rinder gedacht, während wir II, 300 nur von Ziegen und Schweinen hören. Die Darstellung weicht also in der Telemachie bezüglich des geschlachteten Viehs von der unseres Buches ab, dagegen scheint jene Stelle des 17. Buches 535 nach II, 57 gearbeitet zu sein. Es tritt daher auch hier die Telemachie in einen Gegensatz zu den letzten Büchern der Odyssee, und unser Buch nimmt zwischen beiden eine vermittelnde Stelle ein. Im Widerspruch mit den letzten Gesängen steht auch die Schilderung in XIV, 126 130 und 372 389, welche Düntzer entfernen will, weil die Be- merkung des Eumäus, dass Penelope vielfach durch lügenhafte Berichte von Bettlern betrogen werde, einem Diener nicht gezieme. Penelope erklärt XIX, 134 ff. allerdings, dass sie sich um solche Leute, wie Fremde und Schutzflehende, sowie Herolde nicht kümmere, aber nach 1, 414 f. schickt sie Boten aus und befragt Wahrsager, womit II, 91 f. und XII, 379 ff. stimmen, wie sie ja auch den Herold Medon als Zwischenträger benutzt ¹). Dagegen pflichten wir Düntzer darin bei, dass 174 184, worin auf Telemachs Reise und die ihm drohende Gefahr hingewiesen wird, spätere Zuthat seien. Sie sind in einer Handschrift mit Obelen versehen, werden in der Antwort des Odysseus gar nicht beachtet und unterbrechen den Zusammenhang. Sie sind um so unnöthiger, da die Erkennungsscene zwischen Vater und Sohn auf breiterer Grundlage auf- gebaut ist. Wenn aber der Held 193 ff. behauptet, dass die Erzählung seiner Geschicke ein ganzes Jahr in Anspruch nehme, so lässt, wenn man damit den Bericht des Eumäus zusammenhält, dass er drei Tage und Nächte von seinen Schicksalen gesprochen habe ²), der Widerspruch zwischen dieser Stelle und dem that- sächlichen Verlaufe der Dinge, wonach Odysseus nur am ersten Tage von seinen Irrfahrten erzählt ³), darauf schliessen, dass beide Stellen verschiedenen Verfassern angehören. In dem fingirten Berichte selbst ist des zweiten Motives gedacht. Odysseus verweilt, Schätze sammelnd, im Lande der Thesproter und ist nach Dodona geeilt, um über die Art und Weise seiner Rückkehr sich Raths zu erholen). Wenn einerseits diese Stelle an die Habsucht des Helden erinnert, mit der er sich freut, dass Penelope von den Freiern Geschenke erpresst 5), und Athene, die Beutespenderin, es ist, die ihm zu solchen verhilft 6), wie sie ihm ja auch die Gaben bei den Phäaken verschafft haben will*), so ruft sie uns andrerseits jene Warnung ins Ge- dächtnis zurück, gemäss deren ihn Tiresias die Freier in offenem oder listigem Kampfe tödten heisst s), und Agamemnon ihn, der Schilderung der Situation seitens Athenes im Anfange des 15. Buches entsprechend, vor Penelope warnt und zu heimlicher Rückkehr in sein Vaterland auffordert?), womit der Göttin Mahnung stimmt ¹⁰). Auch der häufige Hinweis auf Hermes, den Gott der Herden und des Wohlstandes, aber auch der Klugheit und Verschlagenheit, ist auffallend. Eumäus opfert ihm ¹¹), es wird ein Hermeshügel erwähnt), und Odysseus erklärt geradezu, dass er durch die Gunst dieses Gottes allen Menschen in jeglicher Arbeit überlegen sei ¹³), während nach der erst später eingeschobenen Stelle XIX, 395 466 ¹4) des Helden Grossvater Autolykos von Hermes die Gabe zu stehlen und durch Meineid zu betrügen erhalten hatte ¹⁵).

1) IV, 675 fl. ²) XVII, 515 ff. ²) XIV, 199 359.) XIV, 321 fl. XVII, 525 ff., XIX, 270 fr.) XVIII, 281 fr. *) XIII, 359, XVI, 207.*) XIII, 121, 302 ff. ³) XI, 119 f. ³) Nl, 440 fl., 454 fl. ¹) XIII, 306 fl. u) XIV, 435. 12) XVl, 471. ¹³) XV, 318. ¹¹) Aristotel. Poet. cap. VIII. ¹⁵) XIX, 395 fl.