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um mit vertheilten Rollen klassische Dramen zu lesen.(Schiller Iphigenie in Aulis, Wallenstein; Göthe Iphigenie in Tauri, Götz von Berlichingen, Bürgergeneral; Sophocles beide Oedipus und Antigone; Shakespeare Coriolan, Scenen aus dem Sommernachtstraum; Gutzkow Zopf und Schwert.)
3. Französisch.
Ziel. In den beiden neueren Sprachen soll beim Abgange aus Tertia der zum Fortstudium nöthige Grund so weit gelegt sein, dass die Kenntniss der Grammatik und die angeeignete Vokabel- kenntniss den Schüler befähigen, leichte Stellen historischen Inhaltes ins Deutsche zu übersetzen und einfache deutsche Sätze ins Französische und Englische. Der Abiturient muss in beiden Sprachen grammatische und lexikalische Sicherheit des Verständnisses und eine entsprechende Fertigkeit im Uebersetzen ausgewählter Stellen aus prosaischen und poetischen Werken der klassischen Periode erreicht haben. Er muss des schriftlichen Ausdrucks so weit mächtig sein, dass er über ein leichtes historisches Thema einen Aufsatz schreiben und ein Dictat aus dem Deutschen ohne grobe Germanismen und erhebliche Verstösse gegen die Grammatik zu übersetzen im Stande ist. Die Fähigkeit im münd- lichen Gebrauche der fremden Sprache muss wenigstens zur Angabe des Inhalts gelesener Stellen, zur Erzählung historischer Vorgänge und zu zusammenhängender Antwort aut französisch oder englisch vorgelegte und an das Gelesene anknüpfende Fragen ausreichen. Aus der Literaturgeschichte ist ge- nauere Bekanntschaft mit einigen Epoche machenden Autoren und Werken beider Literaturen aus der Zeit seit Ludwig XIV und der Königin Elisabeth erforderlich.
VI. Grammatik nach Plötz Elem. Grammatik Lekt. 1— 60(Deklination, Motion, Comparation, Hülfszeitwort und die erste regelmässige Conjugation) nebst Uebersetzungs- und Vokabelübungen; wöchentlich ein Exercitium oder Extemporale.
V. Beendigung der Elementar-Grammatik nebst Uebersetzungs- und Vokabelübungen nach Plötz; wöchentlich 1 Exercitium oder ein Extemporale.
IV. Grammatik nach Plötz Schulgrammatik 1.— 4. Abschn.(unregelmässige, reflexive und unper- sönliche Verben, Formenlehre), wöchentlich ein Exerc. oder Extemp.; Vocabellübungen nach Plötz petit vocab., 4 St.— Lectüre aus Herrig's Chrestom., 2 wöch. eine Uebersetzung mit Retroversion, Memo- riren von Gedichten, 2 St.
III. Repetition des Quartanerpensums, dazu 4.— 6. Abschn. der Schulgr.(Formenlehre im Zu- sammenhange, Wortstellung, Gebrauch der Temps und Modes), 3 St.— sonst wie in Quarta.
II. Repetition des Tertianerpensums, dazu Abschn. 6— 7(Gebrauch der Zeiten und Moden, Syntax des Nomens). Vocabeln und Gallicismen nach Plôte voc. syst. und Uebungen in der Conver- sation; sonst wie in Tertia.
I. Grammatik 7.— 9. Abschn. der Schulgr.(Syntax vollständig)— Phrasen und Gallicismen nach Plötz voc.; wöchentlich ein Exercitium aus Plôtz„Syntax-Uebungen für Prima“, oder ein Extemp., mo- natlich statt dessen ein Aufsatz.— Lectüre aus Plötz Manuel(Abschnitte aus Racine's Andromaque und Britannicus, Voltaire siècle de Louis XIV, Moliere L'Avare etc.). Die Erklärung der Schrift- steller und der Unterricht überhaupt geschah fast ausschliesslich in französischer Sprache.
4. Englisch.
IV. Grammatik nach Baskerville 1. Curs. Lect. 1— 17(Formenlehre); wöchentlich ein Exerc. oder Extemp.
III. Repetition des Quartanerpensums und Hauptregeln der Syntax nach Baskerville Lect. 14 bis Ende; wöchentlich ein Exerc. oder Extemp., 2 St.; Lectüre aus Herrig's Lesebuch, wöchentlich schrift- liche Uebersetzungs- und Retrovertirübungen, Memoriren von Gedichten, 2 St.
II. Grammatik nach Baskerville 2. Curs. c. 1— 12(Syntax des Substantivs, Verbs und Artikels), sonst wie in Tertia.


