Aufsatz 
Begriff und Grundform der griechischen Periode / von Bernhardt
Entstehung
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aus ²⁰) und dies hat seinen natürlichen Grund darin, dass dieselben Gesetze, die den einfachen und erweiterten Perioden zu Grunde liegen, sich bei den Periodenverbindun- gen wiederholen.

Auch die Periodenverbindungen sind entweder enger gefügt durch Correlation, Vorschiebung und Einschiebung, so dass die einzelnen Perioden wieder zu Gliedern eines grösseren Ganzen herabgesetzt werden, und die œτεστοασρμιαιν τνς ihren Gipfel er- reicht, oder Periodenreihen, deren Theile nur lockerer zusammenhängen, durch an- reihende Corjunctionen, Relativ u. s. f., oder durch Mischung dieser beiden Arten der Ver- bindung gebildet. Ferner sind auch die Periodenverbindungen entweder onrlaæt oder Grτοοꝙυνα, d. h. es macht einen wesentlichen Unterschied, ob der Hauptgedanke zuerst steht und die Nebenge- danken in ruhigerem Gange nachfolgen, oder ob diese vorausgehen und die Spannung auf den Hlauptgedanken bis zuletzt dauert. Zu diesen kommen als dritte Art solche, in denen die vorbe- reitenden Glieder vorausgeschickt und die ausführenden dem Hauptgedanken nachgestellt werden. Dies hat Dissen in der oben angeführten Abhandlung nachgewiesen. Für die enger gefügten Periodenverbindungen geht er auch die Grundschemata durch, hält aber den Unterschied zwischen elοον⁷έν und εαινεαστεισιιένεεν 4&s nicht streng fest, der allein auch hier eine Eintheilung begründen kann. Was er p. LXVII. conjunctae periodi nennt, reducirt sich auf Perioden von sehr gros- sem Umfang, denn das Beispiel, das er anführt, beweist nur, dass Correlation und Anreihung bei einer Periodenverbindung vereinigt sein kann. Das ist aber auch in andern seiner Bei- spiele der Fall, die er nicht conjunctae nennt.

Wir lassen einige der von ihm angeführten Periodenverbindungen zum Beweise dafür und zugleich als Beispiele für unsern Zweck folgen und zwar zuerst den Anfang der Rede de corona.

IIO0 4, 6 νοεσςι‿ενιη ναςο, ονς dεs 2d'½αμασmNσ ναά‿ πωα‿αασαιανυσQ εb Oαmeω ειeσ qεέκα ϑασσεα τν I6et*αν π⁴συ sυανν τοαντνννν dαοες ενμ aæg oνν sis ουανιυοσ 10» dydv B‿ε b‿e do 2d᷑μισ⁸στoυυμνο dνμισν ααd is ννααεςᷣαs

2⁰) Quint. IX, 4 giebt auch eine Eintheilung. Periodorum duo genera: alterum simplex, cum sensus unus longiore ambitu cireumducitur, alterum quod constat membris et incisis, quae plures sensus habent. Die Erklärung der simplex periodus läuft auf dasselbe hinaus, was Demet. von der drli) sagt und scheint die 1100νααοο zu bedeuten, so dass unter die zweite Classe schon die G1og fällt. Jedoch wird der Unterschied durch den Zusatz, quae plures sensus habent, un- deutlich, indem man versucht ist, unter membra et incisa, quae plures sensus habent ganze Sätze zu verstehen, so dass dann der Gegensatz sein würde, simplex ist eine ans einem Satz bestehende Periode, der die aus mehreren Sätzen gebildete gegenübersteht. Dazu passt dann wieder das quod constat membris et incisis nicht, denn auch die aus einem Satz bestehende Periode hat membra und incisa. Weitere Erwähnungen zusammengesetzter Ferioden sind mir nicht bekannt.

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