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gliedrige Grundform, von der vorigen nur dadurch unterschieden, dass es einer Verbindung der Glieder durch Conjunctionen nicht bedarf. Sie ist à.†φαᷣᷣ☚‿α¶.
Nach der Lehre des Aristoteles, wie wir sie mit Hülfe der späteren Rhetoren auffassen zu müssen glauben, ist also die Grundform der Periode eine rhythmisch drei- fach gegliederte Rede. Wir werden ihre weitere Entwickelung zu ausgebildeteren Formen verfolgen, wollen jedoch zuvor noch einige allgemeine Bemerkungen vorausschicken.
Je selbstständiger und bedeutender die einzelnen Glieder werden, desto schaerfer treten die Einschnitte hervor. Ebenso ist die durch Conjunctionen markirte Gliederung deutlicher, als die derselben ermangelnde. Am leichtesten abzutheilen sind daher Perioden, in denen jedes Glied ein Satz ist. Wo das rhythmische Glied mehrere Sätze in sich verschleift, wird uns die periodische Gliederung weniger leicht erkennbar, wie z. B. in der Periode, die Hermogenes als ⁴⁴ον⁴2οs anführt:
6Ir‿ dνπ αςςνεςσνε sνἀ u⁶˙ν d πυαισοοσιτzνη εε dυνeεᷣeνos! raν‿νσα ταειιν Lxowres odrταπGwG⁊τε. das Mittelglied aus zwei Sätzen besteht. Die Gesetze der Symmetrie und die Gedankenverhält- nisse müssen in solchen Fällen zu Hülfe genommen werden; wo auch diess nicht ausreicht, bleibt eben die Gliederung unklar und zweifelhaft.
Wenn zwei Sätze verbunden werden, so müssen sie, um eine Periode zu bilden, zu drei rhythmischen Gliedern sich ausbilden, oder der eine Satz muss durch einen rhythmischen Ein- schnitt sich theilen. Ist z. B. Haupt- und Nebensatz correlativ verbunden, so kann letzterer noch einmal gespalten werden, so dass die Conjunctionen
0dτ‿σρ ςσασα μέν‿— ε oder
1000510„- 600 2— zæl u. s. f. das Ganze zusammenhalten. In dem Mittelglied findet dann eine Doppelbeziehung auf das Vor- angehende und Folgende statt. Sind die äussern Glieder correlativ verbunden, so können sie das dritte locker angereiht in ihre Mitte nehmen. Ueberhaupt aber wird durch Vorschiebung und
Einschiebung die Correlation unnöthig zur Herstellung eines periodischen Schlusses und die Periode leichter und beweglicher.
Bildet sich eine Periode nach den früher angeführten Gesetzen vollständig aus, also 80, dass die Gliederung deutlich hervortritt, dass die Theile in einem symmetrischen Verhältniss stehen, dass sie einen festen Schluss haben(conclusio), so entsteht eine vollkommene Periode, ein x⁶αᷣ⁴ο ¹⁸).
16) wix1og bedeutet nicht eine bestimmte periodenform, sondern die rhythmisch abgerundete Periode, die eigentliche Periode. Hesych s. v. d¹ ει⁶³ν 9⁴„dνεαν. e0εε⁴ν ruνεοꝓν. TrE⁶³˙‿‿νυ³—όα cf. Dion. Hal. d. comp. v. c. 22. 7008 6„οιέιν, bα dx-


