Aufsatz 
Begriff und Grundform der griechischen Periode / von Bernhardt
Entstehung
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vom ersten nicht nothwendig gefordert wird nur der Begriff der aloοναεμνν&, nicht der der vœæeoroνυναν passen. Es blieben also nur solche Satzverbindungen übrig, die correlativ verbunden sind oder durch Vorschiebung des Nebensatzes(denn die Einschiebung macht drei Glieder) entstehen, oder in denen der vorstehende Hauptsatz zu seiner Ergänzung den Nebensatz nothwendig bedarf. Eine dieser Satzverbindungen(durch odr-dν⁴³ς) nannten die Alten doοοσ e ϑιςν und diese Verbindung einer Arsis mit einer Thesis würde dann in der That der Grundrhythmus, die zweigliedrige Form die Grundform der Periode sein. Dies bestreitet nun aber Demetr. de eloc. c. 35 ausdrücklich. Geανναέσιον ε‿ †φαP Hd(0 2όσαωQĩꝓ9 Tε⁶ι⁶ο 1ν909, 0d du νσ⁴ος τν τπτειο³⁶εοον dεευ Ʒεοεν dndd zu οον να πetoct. Was er unter ονιαέιιτοο ττ⁸οιο⁶οε versteht, geht aus cap. 18 hervor, wo er sie der dνπννσ rr. ent- gegenstellt. τ³ο υαιο⁵⁶οο ist ihm gleichια und zννσπwꝓφʒleich Satz. Als Beispiel für eine 11ν ,ʃo führt er an rοο⁸⁶⁶τον νσεον etc., dasselbe Beispiel, das Aristot. für die 21OOεεννν εεις braucht. aiοοιμιμν εέις ist ihm Oενοννμνν und diese nennt er els 26ιλσ 1eAuαμαενν. 2651ο» ist ihm auch hier gleich Satz. G⁶ν˙νϑέμτπα τετοατοog sagt er also, darf man nicht durch zwei 26να definiren, sondern durch drei und mehr. Oder zwei Sätze, jeder als ein Periodenglied gedacht, bilden noch keine Periode; eine Periode ist nicht zweiglie- drig. Cic. or. c. 50 trennt deutlich den eigentlichen periodischen Rhythmus von dem durch die Antitheta hervorgebrachten und was er von einer zweigliedrigen Verbindung sagt, gilt na- türlich in Bezug auf Rhrthmus und Grundform auch von den andern. In der Lehre von den Redefiguren handeln die Alten die Antithese besonders neben F.rε1dοs ab und so auch die andern Verbindungen zweier Sätze: z. B. durch obroο chore als drrdσταασνεε, die durch Vor- schiebung des Relativsatzes entstehende als νααανπαροσ u. s. f. Sie nennen diese Figuren nicht gradezu 7ε⁴ο⁶οο. Vielmehr heisst es z. B. bei Herodian(Walz 8, p. 592) νάα 2⁶eνκνν να dο volas 1&r 6 ̈ 0166 G. Alex. Num.(ib. p. 460) dy elrτοο υς τ mrodταασαα να dtyαᷣπτ ouνœra v*& g-re 71ε⁰0009 a‿ 0AO» 20 GιG oder jene Figuren haben ihren Ort in der Periode, sie dienen der Periodirung, sind aber keine Periode. Die Pe- riode mit ihren Theilen ist vielmehr von jenen verschieden, die oberste und allgemeinste Rede- figur.

Dies Alles spricht gegen die Zweizahl, während Vieles auf die Dreizahl deutet. Einmal schon die von Aristot. an oft wiederholte Vergleichung mit der strophischen Poesie, wo Strophe, Antistrophe und Epodos ein Ganzes bilden*). 2) Die eben so häufige Parallelisirung mit dem GαλνOQ᷑ðòʒàM᷑̃ĩMͥ­ꝛß⁊‧˖ und eννeνννα 1⁰), dem logischen und rhetorischen Schluss, der ja ebenfalls

9) Aristot. 1. 1. Longin frgm. 8. 13. Max. Plan. Schol. ad Hermog.(Walz Rh. 5, 428). Anon. Schol.

(Walz 7, 1032.) 1⁰) Aristot. I. I. von der εε dyτινειάεμνν: deꝰ d'εσαν 7 roιααοτ Aεε, öro rdœeẽla