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oder erbebet, gleich als ob ſo was durch den groſen Unwillen unſerer heiligen Mutter im Gegenſtoſe nicht bewirket werden koͤnne. Wir gehen in ihre Eingeweide hinein, und ſuchen im Size der Geiſter Schaͤze, als waͤre ſie da, wo wir ſie aufreißen und graben, nicht wohl⸗ thaͤtig und fruchtbar genug. Zwar wir ſuchen auch Arzneimittel in den Eingeweiden der Er⸗ de; aber dieſe gerade am allerwenigſten. Denn wie viele haben beim Graben die Medicin zur Abſicht? ſo wahr es uͤbrigens iſt, daß ſie ſchon auf der Oberflaͤche ihrer ganzen Subſtanz Heilsmittel ausgetheilet hat; nicht mit karger Hand, ſondern in allem, was frommet, gleich guͤtig und freigebig ohne unſere Beſchwerlich⸗ keit. Nur Dinge, die ſie verborgen und ver⸗ ſenkt hat; Dinge, welche nicht ſchnell und auf einmal entſtehen, druͤkken uns gleich einer ſchweren Laf niederwaͤrts, und ſtuͤrzen in die Hoͤlle herab. Schwingt ſich aber gar die See⸗ le im Fluge des Gedankens hinuͤber in das Leere durch die Tiefe durch, wie mag ſie da berechnen koͤnnen, was es in allen Jahrhun⸗ derten zuſammengenommen mit ihrer Ausſchoͤp⸗ fung fuͤr ein Ende nehmen, oder bis zu wel⸗ chem Ziele die Habſucht noch eindringen wird. O wie unhabſüchtig, wie reich, ia gar wie koͤſtlich wuͤrde das menſchliche Leben ſein, wenn ſeine Begierden nicht wo anders hinwollten und nur uͤber der Erde blieben, oder wenn der Menſch weiter nichts haͤtte, als was er in der Naͤhe um ſich hat.
An⸗


